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Abstract

Als Silylierung wird die Einführung eines Triorganosilyl-Restes, speziell der Trimethylsilyl-Gruppe, in organische Verbindungen bezeichnet. Silylierte Aminosäuren eignen sich für Peptidsynthesen, silylierte Zucker für Saccharidsynthesen besonders gut, da die Silylgruppe unter milden Bedingungen leicht abspaltbar ist. — Bei manchen Diaminen wird ein Ringschluß, z. B. mit Phosgen, erst durch Silylierung möglich. — O-Silylierte Lactimäther werden durch Alkylhalogenide in N-Alkyl-Derivate übergeführt. Verbindungen mit stark polarisierter Si–C-Bindung können zu Kettenverlängerungen dienen. Halogenfettsäuresilylester ergeben mit Silbercyanat Lactone. — Das thermisch sehr stabile Trimethylsilylazid reagiert wie Organo-azide. Mit Acetylen-Verbindungen, Trialkyl- oder Triarylphosphinen entstehen silylierte Triazol-Derivate bzw. silylierte Trialkyl- und Triarylphosphinimine, aus denen der Silylrest schonend abgespalten werden kann.