Strukturbestimmung freier Moleküle durch Elektronenbeugung

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Abstract

Die Intensitäten der von einem Gas gestreuten Elektronen lassen sich sowohl nach einem klassischen als auch nach einem quantenmechanischen Verfahren berechnen. Man erhält dabei Ausdrücke, deren Geltungsbereich experimentell feststellbar ist. Der Vergleich von errechneten Intensitäts- oder Radialverteilungskurven mit solchen, die aus Messungen erhalten werden, erlaubt die Bestimmung von Struktur und Schwingungsamplituden eines Moleküls. Bei diesem Prozeß hat sich die Methode der kleinsten Fehlerquadrate als sehr wirkungsvoll erwiesen. — Mit einer nach der Sektor-Mikrophotometer-Methode arbeitenden Apparatur ließ sich beispielsweise feststellen, daß in cis-1.3-Dibromcyclobutan die beiden Bromatome äquatoriale Lagen einnehmen. In Biphenyl-Derivaten sind die Ringebenen um ca. 45° gegeneinander verdreht. Im Di-(cyclopentadienyl)-beryllium liegt das Be-Atom auf der fünfzähligen Verbindungsachse zwischen den beiden parallelen planaren Ringen, jedoch mit verschiedenen Abständen zu den beiden Ringen.

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