Zur Anwendung der paramagnetischen Elektronenresonanz in der organischen Chemie

Authors


Abstract

Die Anwendungsmöglichkeiten der paramagnetischen Elektronenresonanz (EPR) in der organischen Chemie sind durch neue Methoden zur Radikalerzeugung, wie Belichten, Elektrolysieren oder Ablaufenlassen von Startreaktionen in Durchflußsystemen wesentlich erweitert worden. Neuere Arbeitsgebiete sind die Untersuchung von Triplett-Zuständen, Donator-Acceptor-Komplexen, kurzlebigen Radikalzwischenstufen und Reaktionskinetiken. — Es werden die Grundlagen der für eine optimale Auswertung von EPR-Spektren erforderlichen molekültheoretischen Berechnungen von Radikalen mit π-Elektronensystemen skizziert. Für kompliziertere Moleküle bewähren sich bei den Autoren erhältliche Programme für elektronische Rechner. Aus den EPR-Meßdaten Intensität, Linienbreite, Hyperfeinstruktur-Aufspaltung und g-Faktor lassen sich Radikalausbeuten, Ionenwertigkeiten, Rotationsfrequenzen in Rotameren, Elektronendichte-Verteilungen, Elektronegativitäten, innermolekulare Torsionswinkel, Lösungsmitteleinflüsse (infolge Wasserstoffbrücken) und π-Bahnenergien bestimmen.

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