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Abstract

Die topologische Analyse chiraler Molekelmodelle führte zur Entwicklung eines allgemeinen Verfahrens für die Spezifikation der Chiralität. Die früher (1956 und vorher) beschriebene Anwendung dieses Verfahrens auf organisch-chemische Konfigurationen wird in der vorliegenden Abhandlung beibehalten, im Hinblick auf gewisse Strukturtypen jedoch in geänderter und neu definierter Weise. Die Änderungen werden weitgehend auf Grund der seit 1956 im Beilstein-Institut und andernorts gesammelten Erfahrungen vorgenommen. Das Verfahren wird jetzt erweitert, um die Behandlung einerseits organisch-chemischer Konformationen und andererseits anorganisch-chemischer Konfigurationen bis zur Ligandatomzahl sechs zu ermöglichen. Es werden die Fragen diskutiert, welche bei der Übertragung der bei der Spezifikation der Chiralität am Modell erhaltenen Symbole auf die Nomenklatur auftreten, wobei die Kombination von Chiralitätssymbolen nach dem allgemeinen Verfahren mit solchen nach speziellen Verfahren sowie mit trivialen Nomenklatursystemen besonders berücksichtigt wird.