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Abstract

Kinetik, Thermodynamik und Lösungsmitteleffekte werden zur Diskussion des Mechanismus der Wolff-Kishner-Reaktion herangezogen. Man nimmt an, daß unter normalen Bedingungen zuerst das trans-Hydrazonanion gebildet wird, welches im geschwindigkeitsbestimmenden Schritt an seinem Kohlenstoffende ein Proton einfängt. Mehr oder weniger gleichzeitig verliert das trans-Hydrazonanion am Stickstoffende, induziert durch das Lösungsmittel, ein Proton. Die Stereochemie der Wolff-Kishner-Reduktion wird wahrscheinlich von „ortho”-Substituenten beeinflußt und ändert sich auch beim Übergang zu einem protonenfreien, nichtpolaren Reaktionsmedium. Der für die Wolff-Kishner-Reduktion abgeleitete Mechanismus wird auch auf die Wolff-Kishner-Eliminierung und -Isomerisierung übertragen. Die Konformationsanalyse der Zwischenstufen erlaubt es, das Ausmaß der konkurrierenden Reduktionen und Eliminierungen aus den Strukturen acyclischer Systeme zu erklären.