Schwingungsspektroskopische Untersuchungen an Festkörperverbindungen

Authors


  • Nach einem Vortrag vor der GDCh-Fachgruppe „Festkörper-chemie” am 1. Oktober 1970 in Bonn.

Abstract

Fortschritte in der Raman- und IR-Spektroskopie bieten für die Untersuchung der optischen Schwingungen in Gitterverbindungen neuerdings erheblich verbesserte Möglichkeiten. Die Interpretation dieser Spektren kann auf den Ansätzen und Erfahrungen der Molekülschwingungsspektroskopie aufbauen. Für die optischen Gitterschwingungen mit gleichphasigen Schwingungsbewegungen in allen Elementarzellen (Wellenvektor k = 0) erhält man bei einfachen Gittertypen einfache Frequenzgleichungen. Die darin auftretenden Kraftkonstanten lassen sich näherungsweise als Valenzkraftkonstanten interpretieren. Bei typischen Ionengittern ist der Einfluß von Coulomb-Kräften durch die mit der Schwingungsbewegung einhergehende Gitterpolarisation zu berücksichtigen. Wie am Beispiel einiger Spinelle gezeigt wird, kann die Zuordnung von Gitterschwingungen durch Modellberechnungen erleichtert werden.

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