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Abstract

Die Beschreibung der Bindung in Olefin- und Acetylen-Metall-Komplexen mit Hilfe der Molekülorbital(Molecular Orbital, MO)- und Valenzstruktur(Valence Bond, VB)-Theorien wird bezüglich ihres Vermögens, die physikalischen Eigenschaften solcher Komplexe erklären zu können, überprüft. Wie aus den Ergebnissen geschlossen wird, ist im Gegensatz zur VB-Beschreibung, bei deren Anwendung sich Schwierigkeiten ergeben die MO-Beschreibung imstande, alle bisher bekannten Eigenschaften dieser Komplexe befriedigend zu erklären; sie besitzt zudem die nötige Vielseitigkeit, um leicht auf jede Art von Olefin- sowie Acetylen-Metall-Komplex anwendbar zu sein. Derartige Komplexe lassen sich vorteilhaft in zwei Klassen einteilen: Zum einen in Verbindungen, die den Platin(II)-Komplexen ähneln (Klasse S), von quadratisch-planarer oder oktaedrischer Struktur sind und in denen nahezu ungehinderte Rotation um die Metall-Olefin(Acetylen)-Bindung möglich ist — zum anderen in Verbindungen, die entweder trigonal-planar oder trigonal-bipyramidal aufgebaut und mit den Platin(0)-Komplexen zu vergleichen sind (Klasse T); in ihnen liegt keine freie Drehbarkeit um die Metall-Olefin- oder-Acetylen-Bindung vor.