Zum „Nickel-Effekt”

Authors


  • Zum Gedenken an Karl Ziegler

Abstract

Während aus Äthylen und Triäthylaluminium bei 100°C unter Druck Trialkylaluminiumverbindungen mit langen Alkylketten entstehen, bildet sich in Gegenwart geringer Mengen an Nickelsalzen Buten. Die Entdeckung dieses „Nickel-Effektes” war der Ausgangspunkt für die Entwicklung der „Ziegler-Katalysatoren”. Über Art und Wirkungsweise der katalytisch aktiven Nickelspezies war früher nur wenig Definitives bekannt. Grundlage für die weitgehende Aufklärung des Effektes waren Untersuchungen über die Reduktion von Nickelverbindungen mit Organoaluminium-Verbindungen, über das Auftreten und die Existenz von Nickelhydriden sowie über Wechselwirkungen von Nickel(0) mit Lewis-Säuren und organischen Verbindungen der Hauptgruppenmetalle. Als wichtigstes Ergebnis dieser Untersuchungen kann die Erkenntnis angesehen werden, daß intermediär zwischen Trialkylaluminium und Nickelatomen Mehrzentrenbindungssysteme ausgebildet werden, in denen die weitere Reaktion mit komplex gebundenem Äthylen wahrscheinlich synchron abläuft.

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