SEARCH

SEARCH BY CITATION

Abstract

Der Fortschritt auf dem Gebiet der homogenen Katalyse in den letzten fünf bis sechs Jahren ist gekennzeichnet u.a. durch die Entwicklung hochselektiver Katalysatoren für asymmetrische Synthesen. Mit wohldefinierten Übergangsmetallkatalysatoren lassen sich bei asymmetrischen Hydrierungen in homogener Phase optische Ausbeuten von 85 bis über 90% erzielen. Bei katalytischen Reaktionen, bei denen die chiralen Zentren im Zuge von C[BOND]C-Verknüpfungen entstehen, wurden optische Ausbeuten von 70 bis 80% erreicht. Als Katalysatoren für die Hydrierungen dienen vornehmlich Rhodium(I)-Komplexe mit „Horner-Phosphanen”, Phosphanen mit chiralen C-Atomen oder optisch aktiven Amiden. Für die C[BOND]C-Verknüpfungen unter Induktion optischer Aktivität haben sich Katalysatoren bewährt, die aus π-Allylnickelhalogeniden, Lewis-Säuren und Phosphanen mit chiralen C-Atomen gewonnen werden. Die Ergebnisse bedeuten einen Durchbruch auf einem Katalysegebiet, das bisher Enzymen vorbehalten war.