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Abstract

Die Mehrzahl der intrazellulären Enzyme ist aus mehreren gleichen oder verschiedenen Untereinheiten aufgebaut. Je weiter die Organismen, aus denen ein Enzym isoliert wird, phylogenetisch voneinander entfernt sind, um so größer sind die Unterschiede in der Aminosäuresequenz. Dennoch konnte in zahlreichen Fällen zwischen chemisch derart verschiedenen Untereinheiten spezifische Assoziatbildung oder sogar die Entstehung von Enzymchimären beobachtet werden. Sie lassen sich nicht nur über die Grenze zwischen verwandten Organismen bilden, sondern auch über die tiefe Kluft zwischen kernlosen und kernhaltigen Zellen. Der Austausch von Untereinheiten zwischen Enzymen mit gleichartiger Aktivität, aber verschiedener Herkunft läßt sich mit der Vorstellung verstehen, daß die Enzyme funktionell festgelegte Typen von Raumstrukturen besitzen.