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Abstract

Phantasie, Kühnheit und kritischem Verstand sind die bis heute fortwirkenden Impulse zu danken, die die Chemie durch Kekulés theoretische Arbeiten empfing. „Lernen wir träumen, meine Herren, dann finden wir vielleicht die Wahrheit, aber hüten wir uns, unsere Träume zu veröffentlichen, ehe sie durch den wachenden Verstand geprüft worden sind. … Lassen wir immer die Früchte hängen, bis sie reif sind. Unreifes Obst bringt selbst dem Züchter wenig Gewinn; es schädigt die Gesundheit derer, die es geniessen; es gefährdet namentlich die Jugend, die Reif und Unreif noch nicht zu unterscheiden vermag.” (Kekulé 1890).