Die stereospezifische Polymerisation von Propylen: Ein Überblick 25 Jahre nach ihrer Entdeckung

Authors


  • Wesentliche Teile dieses Beitrags wurden am 8. Juni 1979 in Frankfurt am Main bei der Hoechst AG und am 14. Juli 1980 in Berlin bei der Tagung des GDCh-Ortsverbandes vorgetragen.

Abstract

1955 berichteten Natta und seine Mitarbeiter vom Istituto di Chimica Industriale del Politecnico di Milano über die Eigenschaften hochkristallinen Polypropylens und anderer Poly-α-olefine, die zumindest in längeren Abschnitten der Hauptkette über Kohlenstoffatome der gleichen absoluten Konfiguration verfügen (isotaktische Poly-α-olefine). Die Entdeckung der neuen kristallinen Polymere wurde schon in jener Zeit als „revolutionary in its significance” erkannt und eröffnete eine neue Epoche der Polymerwissenschaft und Polymertechnik. Kristallines isotaktisches Polypropylen fand infolge seines relativ hohen Schmelzpunktes und seiner hervorragenden mechanischen Eigenschaften weite Verbreitung auf vielen Anwendungsgebieten der Kunststoffe. – 25 Jahre nach dieser Veröffentlichung wird ein Überblick über die weiteren Entwicklungen bei der stereospezifischen Polymerisation von Propylen gegeben, und es werden die teilweise noch offenen Fragen nach der Struktur der katalytischen Zentren und nach dem Reaktionsmechanismus diskutiert, der die Bildung von praktisch vollständig stereoregulärem Polypropylen bewirkt.

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