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Abstract

Nach einem Jahrzehnt scheint die stürmische Entwicklung der Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie abzuflachen. Die meisten analytischen und (semi)präparativen Trennprobleme in der Routine erfordern Säulen mit 1000 bis 10000 theoretischen Böden, falls stationäre Phase und Eluens optimiert sind. Dem genügen heute kommerzielle Geräte und Trennsäulen vollauf. Bei vielen Trennproblemen übersteigt die Effizienz der angebotenen Säulen diese Anforderungen. Da in der Chromatographie optimale (nicht maximale) Auflösung bei kurzer Analysenzeit angestrebt wird, erhöht man den Eingangsdruck in der Säule, um größere Geschwindigkeiten der mobilen Phase zu erreichen und zugleich die Effizienz der Säule zu vermindern. Gleiche Ergebnisse könnte man mit kürzeren Säulen und niedrigen Drücken bekommen. In der Routine werden selten Eingangsdrücke über 100 bar gebraucht, daher ist die Bezeichnung „Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie” unzutreffend. — Wahrscheinlich werden sich die nächsten Entwicklungsschritte schwierigen Trennproblemen zuwenden, bei denen einige 100000 theoretische Böden erforderlich sind. Anhand von Nomogrammen läßt sich zeigen, daß derartige Aufgaben innerhalb akzeptabler Zeiten mit Eingangsdrücken unter 500 bar lösbar sind. Weitere mögliche Entwicklungsrichtungen werden angedeutet.