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Abstract

Robert B. Woodward mit seiner überragenden Befähigung, im Chaos das ordnende Prinzip zu erkennen, war einer meiner Lehrer. Ihm widme ich diesen Vortrag, denn gerade unsere Zusammenarbeit über die Erhaltung der Orbitalsymmetrie, über jene elektronischen Faktoren, die den Ablauf chemischer Reaktionen bestimmen, wird durch die Hälfte des Chemie-Nobelpreises 1981 anerkannt. Von Woodward habe ich vieles gelernt: welche Bedeutung experimentellem Anreiz für die Theorie zukommt, die Kunstfertigkeit der Konstruktion von Erklärungen, und eine wie wichtige Rolle die Ästhetik in der Wissenschaft spielt. Ich will versuchen zu zeigen, wie diese Charakteristika chemischer Theorie sich anwenden lassen, um gedankliche Brücken zwischen Anorganischer und Organischer Chemie zu schlagen.