Cyclovoltammetrie — die „Spektroskopie” des Elektrochemikers

Authors


Abstract

Unter den klassischen Meßmethoden der elektroanalytischen Chemie genießt die Polarographie noch immer den höchsten Bekanntheitsgrad. In den letzten Jahren wurde ihr diese Position allerdings zunehmend von der Cyclovoltammetrie streitig gemacht. Einfach anzuwendende diagnostische Kriterien und eine relativ leicht zugängliche Meßtechnik haben diese Entwicklung begünstigt. Die Attraktivität der Methode resultiert weiterhin daraus, daß sich aus Cyclovoltammogrammen neben Informationen über die Thermodynamik von Redoxprozessen auch Kenntnisse über die Kinetik von heterogenen Elektronentransferreaktionen sowie von angekoppelten chemischen Reaktionen erhalten lassen. Die charakteristischen Formen der Cyclovoltammogramme und die eindeutigen Potentiallagen der Peaks, die nahezu „fingerprint”-artig die elektrochemischen Eigenschaften von Redoxsystemen widerspiegeln, haben der Methode den Beinamen „elektrochemische Spektroskopie” eingetragen.

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