Oxidation von Organometallverbindungen

Authors


  • Professor Günther Wilke zum 60. Geburtstag gewidmet

Abstract

Stabile Organometallverbindungen, insbesondere der „späten” Übergangsmetalle (Elemente der Gruppen 6A bis 8A), die gewöhnlich durch „closed shell” -Elektronenkonfigurationen (typischerweise 18 Valenzelektronen) charakterisiert sind, werden durch Elektronenaufnahme oder -abgabe destabilisiert. Einelektronen-Oxidation solcher Verbindungen ergibt instabile Radikalionen, die nucleophil angegriffen werden können, die disproportionieren oder unter Bruch der Metall-Kohlenstoff-Bindung weiterreagieren. Zweielektronen-Oxidation kann zur Abspaltung oder Oxidation des organischen Liganden führen. In diesem Aufsatz wird über die chemische und elektrochemische Oxidation von Carbonyl- und Olefinmetallkomplexen sowie von Alkylübergangsmetallverbindungen berichtet; dabei wird der Kinetik und der Thermodynamik der einleitenden Redoxreaktionen, der Charakterisierung und der Reaktivität der Oxidationsprodukte sowie der Anwendung dieser Redoxprozesse in der Synthese und bei katalytischen Reaktionen besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

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