Die σ2π4-Dreifachbindung zwischen Molybdän- und Wolframatomen - eine anorganische funktionelle Gruppe

Authors


Abstract

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Analogien zwischen der Organischen und der Anorganischen Chemie aufgedeckt worden. Als prominentestes Beispiel sei die Isolobal-Beziehung genannt. Viele Reaktionen belegen, daß Metall-Metall-Doppel- und -Dreifachbindungen ein Reaktivitätsmuster zeigen, das an das von Alkenen bzw. Alkinen erinnert. Bei Verbindungen mit einer σ2π4-Dreifachbindung zwischen Molybdän- und Wolframatomen kann die M-M-Bindungsordnung durch reduktive Eliminierungen und oxidative Additionen von drei auf vier erhöht bzw. von drei auf zwei und eins erniedrigt werden. Komplexe mit MM-Bindungen können auch zum Aufbau von Clustern dienen oder als Katalysatoren verwendet werden. Dieser Fortschrittsbericht deckt Zusammenhänge zwischen Struktur - elektronischer wie sterischer - und Reaktivität in einer Weise auf, wie sie für die moderne Anorganische Chemie charakteristisch ist.

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