Die pentagonale Säule und der ReO3-Strukturtyp

Authors

  • Dr. Bengt-Olov Marinder

    Corresponding author
    1. Department of Inorganic Chemistry Arrhenius Laboratory, University of Stockholm S-10691 Stockholm (Schweden)
    • Department of Inorganic Chemistry Arrhenius Laboratory, University of Stockholm S-10691 Stockholm (Schweden)
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Abstract

Die pentagonale Säule (Pentagonal Column, PC) besteht aus einer pentagonalen Bipyramide MX7, die an den fünf äquatorialen Kanten mit Oktaedern MX6 verknüpft ist. Diese strukturelle Besonderheit tritt häufig in Verbindung mit Netzwerken vom ReO3-Typ auf, bei denen sie Anionenunterschüsse ermöglicht. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Geometrie der pentagonalen Säule und ihrer Vereinbarkeit mit dem ReO3-Typ, die sich schon daraus ergibt, daß eine pentagonale Säule durch Verzwillingung einer Struktur vom ReO3-Typ auf Elementarzellen-Ebene entstehen kann. Mit einem neuen Symbolismus läßt sich ein Überblick über eine große Anzahl von Kristall- und Defektstrukturen der Zusammensetzung MX3−x geben. Dieser Symbolismus kann auch dazu dienen, auf bequeme Weise Modelle möglicher neuer Strukturen abzuleiten und dadurch die Interpretation von Gitterabbildungen mit der Hochauflösenden Durchstrahlungselektronenmikroskopie (HREM) zu erleichtern.

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