Hochauflösende Metallkern-NMR-Spektroskopie von Organometallverbindungen

Authors

  • Priv.-Doz. Dr. Reinhard Benn,

    Corresponding author
    1. Max-Planck-Institut für Kohlenforschung Kaiser-Wilhelm-Platz 1, D-4330 Mülheim a. d. Ruhr
    • Max-Planck-Institut für Kohlenforschung Kaiser-Wilhelm-Platz 1, D-4330 Mülheim a. d. Ruhr
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  • Dr. Anna Rufiñska

    1. Max-Planck-Institut für Kohlenforschung Kaiser-Wilhelm-Platz 1, D-4330 Mülheim a. d. Ruhr
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Abstract

Der NMR-Spektroskopie wurden in den vergangenen Jahren völlig neue Anwendungsfelder erschlossen, z. B. bei der Untersuchung von Festkörpern, in der Materialforschung, in der Physiologischen Chemie und in der Medizin; aber auch auf ihren traditionellen Gebieten wurden dank neuer Pulsmethoden und stärkerer Magnetfelder bedeutende Fortschritte erzielt. So wurde unter anderem die Beobachtung der Resonanzsignale von Metallkernen entscheidend erleichtert. In diesem Aufsatz werden neuere Methoden der NMR-Spektroskopie zur Untersuchung sowohl von Metallkernen mit einer Kernspinquantenzahl 1/2 als auch von solchen mit einem Kernquadrupolmoment vorgestellt; vor allem an Organometallverbindungen wird die Aussagekraft der chemischen Verschiebung ausgewählter Metallkerne (25Mg, 27Al, 49Ti, 57Fe, 59Co, 61Ni, 91Zr, 103Rh und 195Pt) demonstriert. Hierbei stehen empirisch gefundene Zusammenhänge zwischen chemischer Verschiebung und Koordinationszahl, Oxidationsstufe sowie Elektronenkonfiguration eines komplexgebundenen Metallatoms im Vordergrund. Darüber hinaus wird an einigen Beispielen die chemische Verschiebung des Metallkerns anhand einer Betrachtung der Grenzorbitale der Komplexe interpretiert und damit zur Reaktivität der Komplexe in Beziehung gesetzt.

Ancillary