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Abstract

Metallclustern wird in der Chemie und der Physik zunehmend Beachtung geschenkt, vor allem wegen der überraschenden Resultate, die in vielen Fällen mit der Synthese und Strukturaufklärung sowie dem Studium der physikalischen und chemischen Eigenschaften dieser Verbindungen einhergehen. Während Untersuchungen der Reaktivität von Metallclustern gegenwärtig im wesentlichen auf drei- und vierkernige Cluster beschränkt sind, konnten in jüngster Zeit auch Synthesen für Cluster mit sehr vielen Metallatomen entwickelt werden. Mit diesen Substanzen lassen sich möglicherweise Brücken zwischen der Festkörperchemie und der Komplexchemie schlagen. In dieser Übersicht wird ein vielseitig anwendbares und ausbaufähiges Verfahren zur Synthese von Metallclustern beschrieben. Dazu werden Übergangsmetallhalogenid-Komplexe mit silylierten Verbindungen wie E(SiMe3)2 (E = S, Se, Te) und E′R(SiMe3)2 (R = Ph, Me, Et; E′ = P, As, Sb) umgesetzt. Diese Methode bietet einen einfachen Zugang zu nieder- und hochmolekularen Übergangsmetallclustern mit ungewöhnlichen Strukturen und Valenzelektronenkonzentrationen sowie vielfältigen Reaktionsmöglichkeiten in der Ligandensphäre.