„Aurophilie” als Konsequenz relativistischer Effekte: Das Hexakis(triphenylphosphanaurio)methan-Dikation [(Ph3PAu)6C]2⊕

Authors


  • Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Leibniz-Programm), dem Fonds der Chemischen Industrie und der Degussa AG, Hanau, gefördert. Wir danken Herrn J. Riede für die Messung des kristallographischen Datensatzes und der Fa. Finnigan MAT für die FAB-MS-Messungen.

Abstract

Zur Klasse der „Stachelschwein-Verbindungen” gehört das Titelkation 1, dessen Struktur als BPh4-Salz bestimmt wurde. Das analytisch, massenspektrometrisch und röntgenographisch nachgewiesene interstitielle C-Atom besetzt das kristallographische Inversionszentrum in einem Oktaeder aus Goldatomen. Die Struktur wird vermutlich auch durch Au…Au-Wechselwirkungen stabilisiert. Die Peripherie von Tetraauriomethanen ist offenbar „aurophil” gegenüber weiteren LAu-Ionen, so daß spontan das hypervalente Komplex-Kation [C(AuL)6]2⊕ entsteht. Bei den früher als (AuL)math image formulierten, angeblich unzentrierten oktaedrischen Cluster-Kationen handelt es sich vermutlich ebenfalls um die jetzt gefundene C-zentrierte Variante.

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