Pep5: Strukturaufklärung eines großen Lantibioticums

Authors


  • Professor Hans Zähner zum 60. Geburtstag gewidmet.

  • Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (SFB 323 und Sa 292/4-2) und dem Fonds der Chemischen Industrie gefördert. Wir danken G. J. Nicholson für seine hervorragende technische Hilfe. C. K. erhielt ein Doktorandenstipendium der Dechema, und K.-D. E. ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Abstract

Lantibiotica sind Peptidantibiotica, die Lanthionin enthalten. Pep5, eine stark basische Verbindung, wird von Staphylococcus epidermidis 5 durch ribosomale Synthese eines Vorläuferpeptids und posttranslationale Modifizierung produziert. Die antibiotische Wirkung von Pep5 beruht auf der Bildung spannungsabhängiger Poren in Bakterienmembranen. Pep5 ist das bisher größte Lantibioticum (Mr = 3488). Es ist durch einen 2-Oxobutyrylrest N-terminal blockiert und enthält neben 25 Proteinaminosäuren Dehydrobutyrin (2), meso-Lanthionin (2) und 3-Methyllanthionin (1). Automatischer Edman-Abbau, Massenspektrometrie enzymatisch erhaltener Fragmente und chemische Derivatisierung ergaben eine 34-Peptidsequenz mit drei Sulfidringen (Lanthionin = S(CH2 [BOND] CHNH2 [BOND] COOH)2).

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