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„Der Ochs kann's besser”, diese auf die Peptidsynthese bezogene saloppe Formulierung Emil Fischers hat lange Zeit ihre Gültigkeit bewahrt. In neuerer Zeit machen allerdings biotechnologische Methoden „dem Ochs” zunehmend Konkurrenz. Waren diese Methoden in den letzten Jahren vorwiegend auf die Synthese von Wirkstoffen im Pharma- und Agrarbereich beschränkt, so scheint jetzt einer Arbeitsgruppe um D. A. Tirrell auch ein Durchbruch zur Herstellung neuer Materialien gelungen zu sein. Im Gramm-Maßstab konnte ein Copolypeptid mit genau 14 Wiederholungseinheiten einer Undecapeptidsequenz hergestellt werden, das eine Glastemperatur von 182°C hat, sich erst oberhalb 250°C zersetzt und von dem homogene Filme gezogen werden können.