Weiche Materie. (Nobel-Vortrag)

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  • Prof. Pierre-Gilles de Gennes

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    1. Collège de France 11, Place Marcelin-Berthelo, F-75231 Paris Cedex 05 (Frankreich) oder Ecole Supérieure de Physique et de Chimie Industrielles de la Ville de Paris (ESPCI), 10, Rue Vauquelin, F-75231 Paris Cedex 05 (Frankreich)
    • Collège de France 11, Place Marcelin-Berthelo, F-75231 Paris Cedex 05 (Frankreich) oder Ecole Supérieure de Physique et de Chimie Industrielles de la Ville de Paris (ESPCI), 10, Rue Vauquelin, F-75231 Paris Cedex 05 (Frankreich)

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    • Pierre-Gilles de Gennes wurde 1932 in Paris geboren. Von 1955 war er Forschungsingenieur am Atomenergiezentrum (Saclay), wo er unter der Anleitung von A. Abragam und J. Friedel 1957 über Neutronenbeugung und Magnetismus promovierte. Nach einem Postdoc-Aufenthalt 1959 bei C. Kittel in Berkeley wurde er 1961 Assistenzprofessor in Orsay. Dort arbeitete er zunächst über Supraleiter und ab 1968 über Flüssigkristalle. 1971 wurde er Professor am Coll`ge de France und befaßte sich vor allem mit der Polymerphysik. Seit 1980 beschäftigt er sich in erster Linie mit Oberflächenproblemen wie Benetzungs- und Abhäsionsvorgängen. Zu seinen vielen Ehrungen gehören der Amp`re-Preis der französischen Akademie der Wissenschaften, der Harvey- und der Wolf-Preis (beide Israel) sowie der Nobel-Preis für Physik. Er ist unter anderem Mitglied der französischen Akademie der Wissenschaften und der National Academy of Sciences der USA.


  • Copyright © The Nobel Foundation 1992. — Wir danken der Nobel-Stiftung Stockholm, für die Genehmigung zum Druck einer deutschen Fassung des Vortrags.

Abstract

Polymere, Tenside, Flüssigkristalle und Kolloide standen und stehen im Mittelpunkt des Interesses von Pierre-Gilles de Gennes, der den Nobel-Preis für Physik 1991 erhielt. Sein Nobel-Vortrag ist eine „sentimentale Reise in das Wunderland der weichen Materie”, wie er komplexe Flüssigkeiten nennt. In seinem Beitrag hat de Gennes mehr Wert auf die Beschreibung von Experimenten als auf die Theorie gelegt. So wird z.B. der Herstellung von „Januskörnern” aus hohlen Glaspartikeln ein Abschnitt gewidmet; dabei handelt es sich um Mikropartikel mit einer polaren und einer apolaren Seite, die interessante Anwendungseigenschaften haben.

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