Tellur in neuen Formen und Funktionen: von Polykationen zu Metallhalogenidtelluriden

Authors

  • Prof. Dr. Johannes Beck

    1. Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität, Heinrich-Buff-Ring 58, D-35392 Gießen Telefax: Int. + 641/702-5669
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    • wurde 1956 in Hornberg/Schwarzwald geboren und studierte von 1976 bis 1982 Chemie in Tübingen, wo er 1986 bei J. Strähle mit einer Arbeit über Pentazadienido-Metallkomplexe promovierte. Anschließend wechselte er zu H. Bärnighausen an die Universität Karlsruhe. Nach seiner Habilitation (1991) nahm er 1992 den Ruf auf den lehrstuhl I des Instituts für Anoganische und Analytische Chemie der Universität Gießen als nachfolger von R. Hoppe an. Seine Forschungsinteressen gelten der kristallstrukturanalyse, den Polykationen der Chalkogene, den Übergangsmetallhalogeniden, -halogenidoxiden und -chalkogeniden sowie Metallkomplexen mit Plyazenidoliganden.


Abstract

Metallchalkogenide und -chalkogenidhalogenide zeichnen sich durch eine große Strukturvielfalt und durch ihre sehr unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften aus. Die Synthese neuer Beispiele dieser Verbindungsklasse ist daher stets ein lohnendes Ziel für den präparativ arbeitenden Festkörperchemiker. Zahlreiche Synthesen und Strukturbestimmungen haben in den letzten Jahren dieses Gebiet belebt. Der Schwerpunkt der Forschung lag auf den selen- und tellurreichen Verbindungen, deren Strukturen durch gerichtete, kovalente Bindungen zwischen den Chalkogenatomen charakterisiert sind. Auch Verbindungen mit neuen Chalkogen-Polykationen sind in den letzten Jahren bei Reaktionen der elementaren Chalkogene mit Übergangsmetallhalogeniden durch Abscheidung aus der Gasphase im Sinne chemischer Transportreaktionen zugänglich geworden. Das Element Tellur hebt sich hierbei von seinen leichteren Gruppenhomologen durch die ausgeprägte Neigung zu höheren Bindigkeiten ab. Dieser Fortschrittsbericht versucht, einen Überblick über neue Entwicklungen auf dem Forschungsgebiet der Verbindungen mit Chalkogen-Polykationen und dem der Metallchalkogenidhalogenide zu geben. Im Vordergrund stehen dabei Verbindungen der Übergangsmetalle Molybdän und Wolfram sowie solche mit dem Chalkogen Tellur.

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