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Wendepunkte der Katalyse

Authors

  • Prof. Sir John Meurig Thomas

    1. Davy Faraday Research Laboratory The Royal Institution of Great Britain 21 Albemarle Street, GB-London W1X 4BS (Großbritannien) Telefax: Int. +71/629-3569
    2. The Master's Lodge Peterhouse GB-Cambridge CB2 1QY (Großbritannien)
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  • Dieser Aufsatz basiert auf dem Eröffnungsvortrag auf der ersten Europäischen Konferenz über Katalyse (EUROPACAT-1), die in Montpellier vom 12.-17. September 1993 stattfand.

Abstract

Diese persönliche Reise durch die immer weiter erschlossene Landschaft der reinen und angewandten Katalyse beginnt mit einer Entdeckung aus dem Jahre 1823; damals wurde eine schon dramatisch zu nennende Form der Wassersynthese gefunden, die die Grundlage für die erste kommerzielle Anwendung der Katalyse bildete, das Döbereiner-Feuerzeug. Die in zunehmendem Tempo gemachten industriellen Innovationen und akademischen Fortschritte in den 170 seither vergangenen Jahren werden beschrieben und viele große und kleine Wendepunkte in dieser Entwicklung aufgezeigt. Neue Ideen und Konzepte entstanden in Hülle und Fülle, doch bewiesen nur wenige die Langlebigkeit, die von ihren Verfechtern vorhergesagt wurde. Einige Konzepte haben heute, wie zerbrochene Meilensteine an einer verlassenen Straße, keine Bedeutung mehr, einige haben überlebt und sind erfolgreich. Aber ebenso wie andere Bereiche der Naturwissenschaften wird auch die Katalyse nicht von neuen Konzepten, sondern von neuen Techniken und Methoden beherrscht. Und ebenso wie experimentelle Fortschritte in der Enzymologie und der Immunologie zur Entwicklung neuer Biokatalysatoren geführt haben, haben die Methoden und Techniken der Festkörperchemie - dar-unter auch neue präparative Methoden und Rechenverfahren - viele wirkungsvolle, gezielt konzipierte, anorganische Katalysatoren hervorgebracht, wenn auch noch nicht mit demselben Maß an Feinkontrolle.

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