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Die photochemische Synthese von Feinchemikalien mit Sonnenlicht

Authors

  • Dr. Peter Esser,

    1. Institut für Organische Chemie der Technischen Hochschule Professor-Pirlet-Straße 1, D-52056 Aachen Telefax: Int. + 241/8888127
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  • Bettina Pohlmann Dipl.-Chem.,

    1. Institut für Organische Chemie der Technischen Hochschule Professor-Pirlet-Straße 1, D-52056 Aachen Telefax: Int. + 241/8888127
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  • Prof. Dr. Hans-Dieter Scharfet

    Corresponding author
    1. Institut für Organische Chemie der Technischen Hochschule Professor-Pirlet-Straße 1, D-52056 Aachen Telefax: Int. + 241/8888127
    • Institut für Organische Chemie der Technischen Hochschule Professor-Pirlet-Straße 1, D-52056 Aachen Telefax: Int. + 241/8888127
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    • Hans-Dieter Scharf, geboren 1930 in Leipzig, studierte von 1949 bis 1950 Chemie an der Universität Leipzig und nahm dieses Studium 1954 an der Universität Bonn wieder auf. Nach seiner Promotion 1960 bei E Korte über die Ipatiev-Reaktion arbeitete er bis 1966 zuerst als Forschungschemiker, später als Leiter der Gruppe Fundamental Research bei der Shell-Grundlagenforschungs GmbH in Birlinghoven bei Bonn. Von 1966 bis 1968 fertigte er an der Universität Bonn seine Habilitation über das Thema „Photochemiche [2 + 2]-Cycloadditionen” an. Ab 1968 war er zunächst als wissenschaftlicher Rat und Profesor für Physikalisch-Organische Chemie an der Technischen Hochschule Aachen tätig. Nachdem er mehrere Rufe an andere Orte abgelehnt hatte, wurde er 1972 zum ordentlichen Professor und Direktor des Instituts. für Organische Chemie ernannt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Photochemie, Chiralitätsinduktion bei photochemischen und Grundzustandsreaktionen, Verwendung solarer Photonen in der Photochemie und zur Energiespeicherung, Synthesen bicyclischer Acetalpheromone von Schädlingen sowie von Desoxyzuckern und deren Einsatz in der Partialsynthese von Antibiotica.


  • In memoriam Klaus Gollnick

Abstract

Das Licht der Sonne kann in der Photochemie direkt zur Veränderung chemischer Strukturen genutzt werden. Die spektrale Photonenverteilung der Sonne sowie die Diskontinuität der Einstrahlung durch den Tag-Nacht-Rhythmus und das Wetter sind Randparameter, an denen sich eine technische Nutzung orientieren muß. Ausgehend von der Beschreibung des photochemischen Potentials der Sonne und grundsätzlicher Überlegungen zur Konzeption von mit Sonnenlicht betriebenen Photoreaktoren (kurz: solare Photoreaktoren) werden deren Realisierung in einer ersten Pilotanlage auf der Plataforma Solar de Almeria in Südspanien sowie andere Aktivitäten in diesem Bereich zusammenfassend dargestellt. An den experimentellen Daten photochemischer Versuche im Technikumsmaßstab werden Möglichkeiten, Grenzen und Entwicklungspotential der solaren Photochemie dargelegt. Die solare Photochemie ist nach unserer Ansicht eine Technik, die wegen des photochemischen Synthesepotentials, der Abfallvermeidung und der direkten Nutzung der Sonne als Primärenergiequelle (in diesem Fall eigentlich als Reaktionspartner) einen Beitrag zur Chemie der Zukunft leisten könnte.

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