Ligandenbeschleunigte Katalyse

Authors

  • Dr. David J. Berrisford,

    1. Department of Chemistry, University of Manchester, Institut of Science and Technology, Manchester (Großbritannien)
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  • Prof. Dr. Carsten Bolm,

    1. Fachbereich Chemie der Universität Marburg
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  • Prof. Dr. K. Barry Sharpless

    Corresponding author
    1. The Scripps Research Institute, Department of Chemistry, 10666 North Torrey Pines Road, La Jolla, CA 92037 (USA), Telefax: Int. + 619/554-6406
    • The Scripps Research Institute, Department of Chemistry, 10666 North Torrey Pines Road, La Jolla, CA 92037 (USA), Telefax: Int. + 619/554-6406
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Abstract

Die Suche nach neuen metallkatalysierten, asymmetrischen Reaktionen hat zu faszinierenden Erkenntnissen darüber geführt, welchen Einfluß chirale Liganden auf Metallkatalysatoren ausüben. Eine praktische Konsequenz daraus war die Entdeckung der ligandenbeschleunigten Katalyse (ligand accelerated catalysis, LAC). Dabei wird ein katalytisch ablaufender Prozeß durch die Zugabe eines spezifischen Liganden so verbessert, daß die Reaktion schneller, „ligandenbeschleunigt”, abläuft. Sowohl für homogene als auch für heterogene Katalysatorsysteme ist dieses Verhalten bekannt. Das Konzept ist besonders wertvoll für Reaktionen, die durch frühe Übergangsmetalle katalysiert werden und bei denen wegen dynamischer Ligandenaustauschprozesse die effiziente In-situ-Selbstselektion eines hochreaktiven Katalysators aus einer Vielzahl thermodynamisch gebildeter Assoziate erforderlich ist. Die Ergebnisse von detaillierten mechanistischen Studien werden aufgeführt und die Bedeutung von LAC-Phänomenen bei Umsetzungen diskutiert, die mit frühen und späten Übergangsmetallen katalysiert werden.

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