Nichtstabilisierte Alkylkomplexe und Alkyl-cyano-at-Komplexe von Eisen(II) und Cobalt(II) als neue Reagentien in der organischen Synthese

Authors

  • Prof. Dr. Thomas Kauffmann

    Corresponding author
    1. Organisch-chemisches Institut der Universität Corrensstraße 40, D–48149 Münster Telefax: Int. + 251/83–9772
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  • Alkyleisen- und Alkylcobalt-Reagentien. 11. Mitteilung—10. Mitteilung: [1].

Abstract

In der organischen Synthese werden für Alkylierungen zunehmend Alkylübergangsmetall-Reagentien verwendet, die sich gegenüber den Alkyllithium- und Alkylmagnesium-Reagentien durch höhere Selektivität, geringere Basizität und—sofern das Übergangsmetall nicht in der höchstmöglichen Oxidationsstufe vorliegt—durch die Möglichkeit einer oxidativen Addition von Elektrophilen auszeichnen. Alkylderivate von FeII und CoII, die nicht durch spezielle Liganden stabilisiert, aber dennoch bequem handhabbar sind, haben sich in manchen Bereichen den in der Reaktivität verwandten und als Reagentien gut eingeführten Alkylderivaten von CuI und MnII als klar überlegen erwiesen und zeigen überraschende Reaktionen. Die Einführung von Alkyl-cyano-at-Komplexen von FeII und CoII, deren Cyanidliganden im Gegensatz zu π-aciden Neutralliganden die Reaktivität nicht herabsetzen, erbrachte weitere Fortschritte. Es werden Reaktionsmechanismen diskutiert und Vergleiche mit Alkylierungsreagentien, die CuI, MnII, NiII oder TiIV enthalten, sowie mit Pd-katalysierten Kupplungsreaktionen angestellt. Dabei werden Super-at-FeII-Komplexe als aktive Spezies bei hochselektiven katalytischen Alkylierungen sehr wahrscheinlich gemacht.

Ancillary