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Naturstoffhybride als neue Leitstrukturen bei der Wirkstoffsuche

Authors


  • Das Titelbild zeigt Ganesha, den indischen Gott der Weisheit und des Wohlstands, in einem Dreieck aus den Naturstoffen Östron und Talaromycin B sowie einem synthetischen Hybrid aus beiden. Einer Legende zufolge schlug Schiwa seinem Sohn in blinder Eifersucht den Kopf ab und gab ihm reumütig den eines Elefanten, des ersten vorbeikommenden Lebewesens.

Abstract

Bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe spielen Naturstoffe eine wichtige Rolle. Besondere Bedeutung kommt ihnen auf den Gebieten Antiinfektiva, Krebstherapeutika und Immunsuppressiva zu. Die Zahl der natürlich vorkommenden Substanzen ist jedoch begrenzt, wohingegen durch die Kombination von Teilen unterschiedlicher Naturstoffe Millionen von Naturstoffhybriden mit vielfältigen und verschiedenartigen Eigenschaften zugänglich sein sollten. Dieser Ansatz ist für die Entwicklung neuer Leitstrukturen für sowohl medizinische als auch agrochemische Anwendungen sehr vielversprechend, da die biologische Aktivität dieser Hybride in vielen Fällen diejenige der entsprechenden Mutterverbindungen übersteigt. Der Vorteil dieses Konzepts gegenüber einem auf dem Zufall beruhenden kombinatorischen Ansatz besteht in der Vielfalt und der inhärenten biologischen Aktivität der gebildeten Hybride.

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