Neue Antimalaria-Wirkstoffe

Authors


  • Geschützte Warennamen (Warenzeichen) sind nicht besonders gekennzeichnet. Aus dem Fehlen solcher Hinweise kann nicht geschlossen werden, dass es sich bei den Bezeichnungen um freie Warennamen handelt.

Abstract

Etwa 40 % der Weltbevölkerung leben in Malariagebieten. Jährlich erkranken 300 bis 500 Millionen Menschen an Malaria, bis zu 2.5 Millionen sterben an den Krankheitsfolgen. Obwohl Malaria in vielen Teilen der Welt bereits als ausgerottet galt, nimmt die Zahl der Fälle auch in diesen Gebieten wieder zu. Der wichtigste Grund für diese bedrohliche Entwicklung ist die zunehmende Verbreitung von Resistenzen gegen Antimalaria-Wirkstoffe, insbesondere gegen das am häufigsten verwendete Chloroquin. Seit Mitte der siebziger Jahre wurde die Entwicklung neuer Wirkstoffe vernachlässigt. Dafür ist neben dem Wegfall kolonialer und militärischer Interessen auch das beschränkte Marktpotenzial verantwortlich. Unterstützt durch öffentliche Förderprogramme werden erst seit kurzem wieder intensivere Forschungsaktivitäten unternommen. Fortschritte verspricht man sich vor allem von der Sequenzierung des Genoms von Plasmodium falciparum, dem Malaria-Erreger, sowie von modernem Wirkstoff-Design.

Ancillary