Dendrimere in Lösung – Erkenntnisse aus Theorie und Simulation

Authors


  • PACS numbers 61.25.Hq, 61.12.-q, 61.20.Gy, 82.70.Dd

Abstract

Eine Vielzahl von theoretischen Untersuchungen und Experimenten zeigt, dass gelöste Dendrimere sich wie flexible Polymere in guten Lösungsmitteln verhalten und daher am besten als Makromoleküle mit einem dichten Kern und fluktuierenden Monomerbausteinen beschrieben werden. Wir zeigen hier mithilfe von analytischer Theorie und Simulationen, wie sich Form und innere Struktur mit zunehmender Generationszahl ändern und welche effektiven Wechselwirkung zwischen gelösten Dendrimeren bestehen. Ein Ansatz auf der Basis einer vergröberten dendritischen Struktur sagt einstellbare weiche Wechselwirkungen zwischen den Schwerpunkten gelöster Dendrimere voraus. Die Ergebnisse von Kleinwinkelstreuexperimenten bestätigen die Theorie. Demnach sind Dendrimere ultraweiche Modellkolloide, deren Eigenschaften zwischen denjenigen von Polymeren und harten Kugeln liegen. Dendrimere können also mit verwandten Systemen wie Sternpolymeren und Blockcopolymer-Micellen verglichen werden, sie weisen aber auch spezielle Eigenschaften auf.

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