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Kontrolliertes Erhitzen mit Mikrowellen in der modernen organischen Synthese

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Abstract

Die offene Flamme konnte erst gezielt als Heizquelle für Reaktionsgefäße in der Synthesechemie verwendet werden, nachdem Robert Bunsen 1855 den nach ihm benannten Brenner erfunden hatte. Der Bunsen-Brenner wurde später durch den Heizpilz, das Ölbad und die Heizplatte als Wärmequellen für chemische Reaktionen abgelöst. In den vergangenen Jahren ist das Erhitzen und Beschleunigen chemischer Reaktionen durch Mikrowellenenergie populär geworden. Diese Heiztechnik hat sich von einer Laborkuriosität zu einer etablierten Methode entwickelt, die an Universitäten und in der Industrie stark genutzt wird. Die effiziente Verringerung der Reaktionszeiten (von Tagen und Stunden auf Minuten und Sekunden) ist nur einer der vielen Vorteile des schnellen Erhitzens mit Mikrowellen (“microwave flash heating”). Dieser Aufsatz gibt einen Überblick über neuere Anwendungen des kontrollierten Mikrowellenerhitzens in der modernen organischen Synthese und diskutiert einige grundlegende Vorgänge.

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