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Katalytische enantioselektive vinyloge Aldolreaktionen

Authors


  • Vor siebzig Jahren formulierte Reynold C. Fuson das Vinylogiekonzept, das die Grundlage für die in diesem Aufsatz beschriebenen Aldolreaktionen bildet (Nachdruck aus Chem. Rev. 1935, 16, 1–27. Copyright ©1935 American Chemical Society. Foto: University of Illinois at Urbana-Champaign Archives (Record Series 39/2/26)).

Abstract

Im Jahre 1935 formulierte R. C. Fuson das Prinzip der Vinylogie, um zu erklären, wie sich der Einfluss einer funktionellen Gruppe an einer entfernten Position im Molekül bemerkbar macht, wenn diese über konjugierte Doppelbindungen mit der Gruppe verbunden ist. In polaren Reaktionen ermöglicht dieses Konzept die Erweiterung des elektrophilen oder nucleophilen Charakters einer funktionellen Gruppe über das π-System einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung. Diese vinyloge Erweiterung führt im Fall der Aldolreaktion zum Einsatz “erweiterter” Dienolether, die von γ-enolisierbaren α,β-ungesättigten Carbonylverbindungen abgeleitet sind. Seit 1994 sind einige Methoden für die katalytische enantioselektive vinyloge Aldolreaktion beschrieben worden, mit denen man unterschiedliche Regio- (Orts-), Enantio- und Diastereoselektivitäten erzielen kann. In diesem Aufsatz werden die Bandbreite und die Einschränkungen dieser Transformation sowie ihre Anwendung in der Naturstoffsynthese diskutiert.

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