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Der Einfluss bakterieller Genomik auf die Naturstoff-Forschung

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Abstract

“Totgesagte leben länger!” Dieses Sprichwort gilt auch für die Naturstoff-Forschung. Nachdem Naturstoffe als Leitverbindungen durch die Einführung kombinatorischer Synthesetechniken in den Hintergrund gedrängt worden waren, haben sie ihren Rang in der pharmazeutischen Forschung zurückerlangt. Durch Entwicklungen auf diesem Gebiet, das moderne Genomik mit angewandter Biologie und Chemie kombiniert, können Herausforderungen wie das vermehrte Auftreten multiresistenter Bakterien bewältigt werden, da neue Arzneistoffe und Leitstrukturen identifiziert, produziert und in ihrer Struktur verändert werden können. Der große Anteil der Sekundärstoffe und ihrer Derivate unter den klinisch eingesetzten Substanzen erklärt sich dadurch, dass sich Naturstoffe häufiger durch biologische Aktivitäten auszeichnen als Synthetika. Dieser Aufsatz beschreibt den Einfluss der mikrobiellen Genomik auf die Naturstoff-Forschung, insbesondere auf die Suche nach neuen Leitstrukturen und deren Optimierung, zeigt ihre Grenzen auf und gibt Einblicke in mögliche zukünftige Entwicklungen.

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