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Nomenklatur der Fullerene C60-Ih und C70-D5h(6)

Authors


  • Copyright© der englischen Fassung, die unter dem Titel “Nomenclature for the C60-Ih and C70-D5h(6) Fullerenes” von W. H. Powell (USA), F. Cozzi (Italien), G. P. Moss (Großbritannien), C. Thilgen (Schweiz), R. J.-R. Hwu (Taiwan) und A. Yerin (Russland) für die Veröffentlichung in Pure Appl. Chem.2002, 74, 629–69522 vorbereitet wurde und auch im Internet unter der Adresse www.chem.qmul.ac.uk/iupac/fullerene/zugänglich ist: International Union of Pure and Applied Chemistry, 2002. – Wir danken der IUPAC für die Genehmigung zum Druck einer deutschen Fassung dieser Recommendation. Der Obmann dankt Dr. K.-H. Hellwich, Frankfurt, für die großzügige Unterstützung bei der Übersetzung allgemeiner Nomenklaturbegriffe, das sorgfältige Korrekturlesen sowie die ausführlichen Diskussionsbeiträge und Korrekturvorschläge und Dr. W. H. Powell für eine elektronische Fassung des englischen Manuskripts. Gegenüber dem Original korrigierte Namen sind mit einem Stern versehen; sonstige größere Korrekturen sowie Kommentare von Dr. Hellwich sind in den Fußnoten zu finden. Auch einige Literaturverweise wurden zusätzlich aufgenommen, sei es, um neuere Quellen aufzuführen, Korrekturen zu begründen oder auf deutsche Texte hinzuweisen. In diesem Regelwerk werden einige Gepflogenheiten des Chemical Abstracts Service (CAS) erwähnt – dies geschieht nur informationshalber, es handelt sich also in solchen Fällen nicht notwendig um Empfehlungen der Kommission.

Abstract

Fullerene sind neue Kohlenstoffallotrope mit einer geschlossenen Käfigstruktur, die eine gerade Zahl von dreifach koordinierten Kohlenstoffatomen und keine Wasserstoffatome enthalten. Diese Verbindungsklasse war ursprünglich auf geschlossene, aus Sechsringen und exakt zwölf isolierten Fünfringen bestehende Käfigstrukturen beschränkt. Es war einerseits klar, dass sich die bestehende Nomenklatur für organische Ringverbindungen auf diese Strukturen anwenden lässt, dabei jedoch zu äußerst sperrigen und unpraktischen Namen führen würde, andererseits, dass die etablierten Prinzipien der organischen Nomenklatur, gegebenenfalls nach einer Anpassung, unter Verwendung des Klassennamens “Fulleren” eine einheitliche Nomenklatur für diese einzigartige Verbindungsklasse zuließen. Allerdings musste dazu ein völlig neues Verfahren zur eindeutigen Nummerierung der Atome geschlossener Käfigstrukturen entwickelt werden. Im Folgenden werden Empfehlungen zur Benennung und eindeutigen Bezifferung der beiden häufigsten Fullerene mit isolierten Fünfringen, C60-Ih und C70-D5h(6), zur Anwendung der Prinzipien organischer Nomenklatur auf nicht geschlossene Käfigstrukturen, Heterofullerene, Derivate von Hydrofullerenen und Fullerene mit anellierten organischen Ringen oder Ringsystemen, zur Benennung von Strukturen mit zwei oder mehr Fullereneinheiten sowie zur Beschreibung der Konfiguration von chiralen Fullerenen und chiralen Fullerenderivaten vorgestellt.

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