Diskotische Flüssigkristalle: Von der maßgeschneiderten Synthese zur Kunststoffelektronik

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Abstract

Die meisten Menschen verbinden mit dem Begriff Flüssigkristalle sofort die Displays von Laptop-Computern, Mobiltelefonen, Digitalkameras und anderen elektronischen Geräten. Im Unterschied zu ihren stäbchenförmigen (calamitischen) Verwandten, die erstmals 1907 von Vorländer beschrieben wurden, bieten aber die 1977 von Chandrasekhar entdeckten scheibenförmigen (diskotischen) Flüssigkristalle andere vielversprechende Verwendungsmöglichkeiten. Ihre einzigartige Anordnung in columnaren Mesophasen macht sie zu idealen Kandidaten für molekulare Drähte in vielen optischen und elektronischen Geräten, beispielsweise in Photokopierern, Laserdruckern, Solarzellen, organischen Leuchtdioden und Feldeffekttransistoren oder zur holographischen Datenspeicherung. Einer Übersicht über die verschiedenen Mesophasentypen und Charakterisierungsmethoden columnarer Flüssigkristalle folgen ausgewählte Beispiele aus den Hauptklassen columnarer Mesogene unter besonderer Berücksichtigung effizienter Syntheseverfahren, mesomorpher Eigenschaften und der für Anwendungen relevanten physikalischen Eigenschaften der Flüssigkristalle. Abschließend werden Anwendungsbeispiele und Perspektiven für einen Einsatz in den Materialwissenschaften und der molekularen Elektronik vorgestellt.

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