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Keywords:

  • Bioterrorismus;
  • Botulinum-Neurotoxin;
  • Hochdurchsatz-Screening;
  • Impfstoffentwicklung;
  • Metalloenzyme

Abstract

In seiner klassischen Erzählung “Der Seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hide” beschreibt Robert Louis Stevenson einen gespaltenen Menschen zwischen Gut und Böse. Botulinum-Neurotoxin (BoNT), der wirksamste bekannte Giftstoff, ist von ähnlich zwiespältiger Natur: BoNT zeigt einerseits eine ausgeprägte Morbidität und Mortalität, kommt andererseits aber – wenn auch in viel geringeren Dosen – in einem breiten Spektrum klinischer Szenarien zum Einsatz. In jüngerer Zeit sind enorme Fortschritte beim Verständnis der Struktur und Funktion von BoNT erzielt worden, die eine intensive Erforschung von biomakromolekularen und niedermolekularen Modulatoren der BoNT-Aktivität nach sich zogen. Ein Schwerpunkt dieser Projekte lag auf der Identifizierung von Inhibitoren, die einer BoNT-Exposition, z. B. im Falle eines bioterroristischen Anschlags, entgegenwirken können. Dieser Aufsatz fasst die aktuellen Fortschritte bei der Entwicklung von Therapeutika zur Prävention und Behandlung von Botulismus zusammen, mit einem Schwerpunkt auf Impfstoffen sowie peptidischen und niedermolekularen Inhibitoren.