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Keywords:

  • Naturstoffe;
  • Redoxökonomie;
  • Syntheseplanung;
  • Totalsynthesen

Abstract

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Anregungen für die organische Synthese: Stufen- und Atomökonomie haben sich als nützliche Kriterien erwiesen, an denen sich die Effizienz einer Synthese festmachen lässt. Dieser Aufsatz weist auf eine weitere Form der Ökonomie hin, die bei der Planung und Bewertung einer mehrstufigen Synthese berücksichtigt werden sollte: die Redoxökonomie. Etliche Beispiele und Leitfäden werden vorgestellt, die das Konzept illustrieren und Anregungen für die Syntheseplanung geben.

“Ökonomie” bezeichnet den sparsamen und effizienten Umgang mit materiellen Ressourcen, das Prinzip, sein Ziel mit einem minimalen Aufwand zu erreichen. Vielleicht noch treffender: “Seine Kräfte so einzuteilen, um möglichst wenig davon zur Erreichung eines Ziels zu verbrauchen”. Diese Aussagen treffen sicher auch zu, wenn es darum geht, ein komplexes Zielmolekül zu synthetisieren. Redoxökonomie bedeutet dann, so wenig wie möglich Redoxschritte in der Synthese eines Zielmoleküls einzusetzen. Während jede Art von Ökonomie hilft, den Aufwand einer Totalsynthese in Grenzen zu halten, betrifft Redoxökonomie einen besonderen Schwachpunkt heutiger Totalsynthesen. Es genügt nicht, auf dieses Defizit zu verweisen, vielmehr soll dieser Aufsatz allen mit Totalsynthese Befassten einen Leitfaden geben und Hinweise beisteuern, wie sich die Redoxökonomie in mehrstufigen Synthesefolgen der organischen Chemie verbessern lässt.