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Keywords:

  • Nanogele;
  • Polyelektrolyte;
  • Polymere;
  • Polynucleotide;
  • Wirkstofftransport

Abstract

Als Nanogele bezeichnet man gequollene Netzwerke aus hydrophilen oder amphiphilen Polymeren in der Größenordnung von einigen Dutzend bis Hundert Nanometern. Sie wurden als Trägersysteme für den Transport von Wirkstoffen entwickelt. Durch gezieltes Design können biologisch aktive Moleküle spontan eingebunden werden, sei es mithilfe von Salzbrücken, Wasserstoffbrücken oder hydrophoben Wechselwirkungen. Polyelektrolyt-Nanogele sind in der Lage, gegensätzlich geladene niedermolekulare Wirkstoffe und Biomakromoleküle wie Oligo- und Polynucleotide (siRNA, DNS) sowie Proteine aufzunehmen. Die Gastmoleküle wechselwirken elektrostatisch mit den ionischen Polymerketten des Gels und werden dadurch in den winzigen Nanogelen gebunden. Zahlreiche chemische Funktionalitäten stehen zur Verfügung, um Gruppen für Bildgebungsverfahren und den gezielten Wirkstofftransport im Nanogel einzuführen. Letzteres kann z. B. durch abbaubare oder schaltbare Vernetzungen erreicht werden. Aktuelle Arbeiten zeichnen eine aussichtsreiche Zukunft für biomedizinische Anwendungen von Nanogelen.