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Poly(2-oxazoline): eine Polymerklasse mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten

Authors

  • Richard Hoogenboom Dr.

    1. DWI an der RWTH Aachen, Pauwelsstraße 8, 52056 Aachen
    2. Institute for Molecules and Materials, Radboud University Nijmegen, Heyendaalseweg 135, 6525 AJ Nijmegen (Niederlande), Fax: (+49) 241-80-23301
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Abstract

Die lebende kationische Ringöffnungspolymerisation von 2-Oxazolinen ist seit ihrer Entdeckung 1966 eingehend untersucht worden. Die Vielseitigkeit der lebenden Polymerisation ermöglicht die Copolymerisation verschiedener 2-Oxazolin-Monomere zu Polymeren mit einstellbaren Eigenschaften; so lassen sich z. B. hydrophile, hydrophobe, fluorophile sowie harte und weiche Materialien erhalten. Allerdings geriet diese Polymerklasse wegen der langen Reaktionszeiten und ihrer beschränkten Anwendungsmöglichkeiten in den 1980er und 1990er Jahren fast in Vergessenheit. Im neuen Jahrtausend erlebten die Poly(2-oxazoline) jedoch einen neuen Aufschwung wegen ihrer möglichen Verwendung als Biomaterialien oder thermoresponsive Stoffe sowie dank der Tatsache, dass sie einen leichten Zugang zu definierten amphiphilen Strukturen für die (hierarchische) Selbstorganisation eröffnen. In diesem Aufsatz werden neue Entwicklungen beschrieben, die das Potenzial der Poly(2-oxazoline) demonstrieren. Außerdem wird die vielversprechende Kombination von Poly(2-oxazolinen) mit der Klickchemie diskutiert.

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