Metalltriflimidate sind bessere Katalysatoren für die organische Synthese als Metalltriflate – der Effekt eines stark delokalisierten Gegenions

Authors


Abstract

Der steigende Bedarf an neuen selektiven und umweltverträglichen Methoden in der organischen Synthese treibt die Entwicklung effizienterer Reaktionssysteme an. In diesem Zusammenhang hat man sich häufig auf Übergangsmetalle, Liganden und Additive konzentriert; dem Gegenion des Metallkations wurde weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Kürzlich wurden Metallsalze mit einem oder mehreren Triflimidat-Gegenion(en) (Tf2N) beschrieben. Triflimidate bilden eine einzigartige Katalysatorklasse mit außergewöhnlicher σ- und π-Lewis-Acidität, die durch die starke Delokalisierung der Ladung im Triflimidation sowie seine sterische Hinderung begründet wird. Daher wird praktisch kein nucleophiles Verhalten und eine hohe positive Ladungsdichte am Metallkation beobachtet, die seine Lewis-Acidität verstärkt. Folglich sind Metalltriflimidate häufig effizienter als entsprechende -halogenide oder -triflate. Dieser Aufsatz beschreibt Methoden zur Herstellung von Metalltriflimidaten und deren Einsatz als Katalysatoren.

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