Nanokristalle mit wohldefinierten Kristallflächen für die Katalyse

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Abstract

Mithilfe von Bottom-Up-Verfahren können die Zusammensetzung, Größe und Form jedes beliebigen Nanokristalls gleichmäßig gesteuert werden. Die Erforschung formkontrollierter Nanokristalle hat gezeigt, dass die katalytischen Eigenschaften dieser Materialien wegen ihrer wohldefinierten Kristallflächen nicht nur von der Größe, sondern auch von der Form der Nanokristalle bestimmt werden. Diese Erkenntnis ist für die moderne Heterogenkatalyseforschung von großer Bedeutung: Erstens könnte damit eine rationale Synthese von Katalysatoren ermöglicht werden, da sich die gewünschte katalytische Aktivität und Selektivität mithilfe einer einfachen Regulierung der Größe (d. h. der exponierten Kristallflächen) des Nanokristalls einstellen lassen. Zweitens sind formkontrollierte Nanokristalle einfachere Systeme als herkömmliche, komplexe Festkörper und könnten daher als neuartige Modellkatalysatoren die Lücke zwischen Modelloberflächen und realen Katalysatoren schließen.

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