Kontinuierliche oxidative Cyanierung primärer und sekundärer Amine mit Singulettsauerstoff

Authors

  • Dr. Dmitry B. Ushakov,

    1. Department für Biomolekulare Systeme, Max-Planck Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Am Mühlenberg 1, 14476 Potsdam (Deutschland)
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  • Dr. Kerry Gilmore,

    1. Department für Biomolekulare Systeme, Max-Planck Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Am Mühlenberg 1, 14476 Potsdam (Deutschland)
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  • Dr. Daniel Kopetzki,

    1. Department für Biomolekulare Systeme, Max-Planck Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Am Mühlenberg 1, 14476 Potsdam (Deutschland)
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  • Prof. Dr. D. Tyler McQuade,

    1. Department of Chemistry and Biochemistry, Florida State University, Tallahassee, FL 32306 (USA)
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  • Prof. Dr. Peter H. Seeberger

    Corresponding author
    1. Department für Biomolekulare Systeme, Max-Planck Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Am Mühlenberg 1, 14476 Potsdam (Deutschland)
    2. Institut für Chemie und Biochemie, Freie Universität Berlin, Arnimallee 22, 14195 Berlin (Deutschland)
    • Department für Biomolekulare Systeme, Max-Planck Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Am Mühlenberg 1, 14476 Potsdam (Deutschland)

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  • Wir schätzen die finanzielle Unterstützung der Max-Planck-Gesellschaft. Wir danken Thomas Kolrep und Fabian Klautzsch für Ihre Hilfe bei der Aufnahme hochaufgelöster Massenspektren. Wir danken außerdem Matthew Plutschack für hilfreiche Diskussionen und David Ausserhoff für ein Foto, das in der graphischen Übersicht Verwendung fand.

Abstract

Primäre und sekundäre Amine können mit Singulettsauerstoff schnell und quantitativ zu den entsprechenden Iminen oxidiert werden. Ein temperierbarer, LED-betriebener Durchflussphotoreaktor produziert in Gegenwart katalytischer Mengen Tetraphenylporphyrin als Sensibilisator die reaktive Form des Sauerstoffs. α-Aminonitrile konnten mit Trimethylsilylcyanid als In-situ-Abfangreagens in guten bis ausgezeichneten Ausbeuten hergestellt werden. Primäre Amine reagierten bei 25 °C aufgrund oxidativer Kupplung vor der Cyanidaddition zu den sekundären α-Aminonitrilen. Überraschenderweise konnten erstmals primäre α-Aminonitrile synthetisiert werden, indem die oxidative Strecker-Reaktion bei −50 °C durchgeführt wurde. Dieser Prozess kann zur atomökonomischen und schutzgruppenfreien Herstellung racemischer Aminosäuren genutzt werden, was am Beispiel der Synthese von tert-Leucinhydrochlorid aus Neopentylamin gezeigt wird.

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