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Keywords:

  • Bismut;
  • Lösungsmitteleffekte;
  • N-heterocyclische Carbene;
  • P4-Aktivierung;
  • Zintl-Anionen

Abstract

Bisher galten polycyclische Bismut-Polyanionen als unbekannt, wodurch sich Bismut deutlich von seinen leichteren Homologen unterschied. Nach der Synthese von [K([2.2.2]crypt)]3(Bi11)⋅2 py⋅tol können wir nun jedoch das erste strukturell charakterisierte homoatomare, polycyclische Bismut-Polyanion vorstellen, welches die vom [P11]3− bekannte “Ufosan”-Struktur aufweist. Es entsteht bei der Behandlung von [K([2.2.2]crypt)]2(GaBi3)⋅en mit Pyridin. Bei der Bildung der Titelverbindung zersetzt sich das binäre Zintl-Anion [GaBi3]2− unter oxidativer Kupplung von Pyridin-Molekülen und Freisetzung von H2. Die ungewöhnliche Reaktion und deren (Neben-)Produkte wurden mittels Spektroskopie, Spektrometrie und DFT-Studien untersucht. Alle Ergebnisse deuten darauf hin, dass die spezifischen Reaktionsbedingungen für die Bildung des [Bi11]3−-Anions essentiell sind – und dass generell nichts gegen die Bildung weiterer, auch größerer Bismut-Polyanionen spricht.