Bildung eines homoatomaren, polycyclischen Bismut-Polyanions, [Bi11]3−, durch Pyridin-unterstützte Zersetzung von [GaBi3]2−

Authors


  • Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG, GRK 1782) und dem Fonds der Chemischen Industrie (FCI, Chemie-Fonds-Stipendium für B.W.) gefördert. Wir danken Prof. Dr. R. Conrad und M. Klose (MPI für Terrestrische Mikrobiologie) für die Möglichkeit, GC-MS-Messungen durchzuführen, und Priv.-Doz. Dr. F. Weigend für hilfreiche Diskussionen.

Abstract

Bisher galten polycyclische Bismut-Polyanionen als unbekannt, wodurch sich Bismut deutlich von seinen leichteren Homologen unterschied. Nach der Synthese von [K([2.2.2]crypt)]3(Bi11)⋅2 py⋅tol können wir nun jedoch das erste strukturell charakterisierte homoatomare, polycyclische Bismut-Polyanion vorstellen, welches die vom [P11]3− bekannte “Ufosan”-Struktur aufweist. Es entsteht bei der Behandlung von [K([2.2.2]crypt)]2(GaBi3)⋅en mit Pyridin. Bei der Bildung der Titelverbindung zersetzt sich das binäre Zintl-Anion [GaBi3]2− unter oxidativer Kupplung von Pyridin-Molekülen und Freisetzung von H2. Die ungewöhnliche Reaktion und deren (Neben-)Produkte wurden mittels Spektroskopie, Spektrometrie und DFT-Studien untersucht. Alle Ergebnisse deuten darauf hin, dass die spezifischen Reaktionsbedingungen für die Bildung des [Bi11]3−-Anions essentiell sind – und dass generell nichts gegen die Bildung weiterer, auch größerer Bismut-Polyanionen spricht.

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