Angewandte Chemie

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Januar 1990

Volume 102, Issue 1

Pages cpi–fmi, A3–A11, 1–118

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Titelbild (page cpi)

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020101

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020102

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages A3–A11)

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020103

  4. Aufsätze

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. NMR-Mikroskopie – Grundlagen, Grenzen und Anwendungsmöglichkeiten (pages 1–20)

      Dr. Winfried Kuhn

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020104

      Mikroskopische Strukturen von Pflanzen, Kleintieren, Polymeren und keramischen Materialien, aber auch dynamische Prozesse im Millisekundenbereich lassen sich mit der NMR-Mikroskopie untersuchen. Durch chemical-shift-selektive Aufnahme konnte beispielsweise gezielt der Bereich hoher Lipidkonzentration in einer Arteriengewebsprobe (links unselektiv aufgenommen) sichtbar gemacht werden (rechts).

    2. Biologisch aktive Analoga der extrazellulären Matrix – künstliche Haut und Nerven (pages 21–36)

      Prof. Ioannis V. Yannas

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020105

      Haut, Sehnen, Knorpel und andere reife extrazelluläre Matrices (ECMs) geben Organen und Geweben Formstabilität, scheinen aber auch an der Wundheilung beteiligt zu sein. So regenerieren sich tief verletzte Hautpartien und durchgetrennte Nerven bei Wirbeltieren nicht spontan. Der Heilprozeß kann aber durch ECM-Analoga induziert werden, z. B. durch Pfropfcopolymere aus Collagen und Chondroitin-6-sulfat mit maßgeschneiderter Porenstruktur. Die Bilder zeigen links eine zufällige und rechts eine uniaxiale Orientierung der Porenkanäle in ECM-Analoga zur Haut- bzw. Nervenregeneration. Ein ECM-Analogon wird bereits klinisch bei starken Brandverletzungen eingesetzt.

    3. Replikationsexperimente mit Nucleotidbasen-Analoga (pages 37–59)

      Dr. Peter Strazewski and Prof. Dr. Christoph Tamm

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020106

      Um die Prinzipien der Replikationsgenauigkeit von Genomen besser zu verstehen, wurden Versuche mit Nucleotidbasen-Analoga wie 1 unternommen. Die überraschende Entdeckung einer selektiven und quantitativen, durch DNA-Polymerasen katalysierten Bildung eines Pyridin-Pyrimidin-Basenpaares (bei Verwendung von 1) weist darauf hin, daß seltene tautomere Formen (wie 1*) im Templat-DNA-Strang zu Watson-Crick-ähnlichen fehlerhaften Basenpaaren führen können, die kaum vom Korrektursystem der Polymerase erkannt werden.

  5. Zuschriften

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Struktur-Magnetismus-Beziehung in [TiIII-O-TiIII]4⊕-Komplexen (pages 60–61)

      Axel Bodner, Dr. Stefan Drüeke, Prof. Dr. Karl Wieghardt, Dr. Bernhard Nuber and Prof. Dr. Johannes Weiss

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020107

      Ziemlich genau dem spin-only-Wert eines ungepaarten Elektrons pro TiIII-Zentrum entspricht das temperaturunabhängige magnetische Moment im Komplex 1, während 2 diamagnetisch ist. Dies wird darauf zurückgeführt, daß die [Ti-O-Ti]4⊕-Einheit in 1 höchstwahrscheinlich linear, in 2 jedoch gewinkelt (122.7°) vorliegt. Anders als in 2 können daher die d1xy-Orbitale in 1 nicht überlappen, weshalb hier eine Spin-Spin-Kopplung ausgeschlossen ist (L = N,N′,N″-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan).

      [L2Ti2Cl4(μ-O)] 1 [L2Ti2(μ-O)(μ-benzoato)2](PF6)22

    2. Ein neuer Zugang zu hoch enantiomerenangereicherten (Z)-(1-Methyl-2-butenyl)boronsäureestern (page 62)

      Rainer Stürmer

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020108

      Es ist sicher ein Glückstreffer, daß der chirale Borsäureester 2 aus einem racemischen Gemisch der Grignard-Verbindung 1, die eine fluktuierende Struktur hat, mit hoher kinetischer Diastereoselektivität gerade ein Isomer „herausfischt”. Bei der Reaktion zum Boronsäureester 3 handelt es sich um eine neuartige Kombination einer Racemisierung durch 1,3-Metallotropie mit einer kinetischen Racematspaltung.

    3. [BP2]3⊖ und [BAs2]3⊖, Zintl-Anionen mit Propadienstruktur (pages 63–64)

      Prof. Dr. Hans Georg von Schnering, Dr. Mehmed Somer, Dr. Martin Hartweg and Dr. Karl Peters

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020109

      Offensichtlich nicht durch die Zusammensetzung der Verbindungen K3BX2 (1:X = P, 2: X = As) erzwungen ist die propadienartige Struktur ihrer Anionen [X = B = X]3⊖, die durch Röntgenstrukturanalysen und Schwingungsspektren ermittelt wurde. Für die Bindungslängen ergab sich dB-P = 176.7 und dB-As = 186.8 pm; das entspricht jeweils einer Pauling-Bindungsordnung von 1.9. Die Verbindungen 1 und 2, die ersten ternären Borphosphide bzw. -arsenide, sind bei 1000-1100 K aus den Elementen oder unter Verwendung von BP bzw. BAs zugänglich.

    4. Synthese von (+)-Terrein aus L-Weinsäure (pages 64–65)

      Prof. Dr. Hans-Josef Altenbach and Dr. Winfried Holzapfel

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020110

      Kürzer und effektiver als selbst alle Wege zum Racemat ist die Synthese von enantiomerenreinem (+)-Terrein 1 aus L-Weinsäure. Als Schlüsselschritt dient eine intramolekulare Wittig-Horner-Olefinierung zum Aufbau des funktionalisierten Cyclopentenonsystems.

    5. [2.2](4,4′)Azobenzolophan (pages 66–67)

      Nobuyuki Tamaoki, Dr. Kenichi Koseki and Prof. Dr. Tsuguo Yamaoka

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020111

      Einfach durch Reduktion von 1,2-Bis(4-nitrophenyl)ethan wurde das lange gesuchte [2.2]Azobenzolophan 1 hergestellt, dessen C [BOND] N = N [BOND] C-Einheiten gemäß 1H-NMR- und UV/VIS-Spektren gewinkelt vorliegen. Photochemisch erzeugtes cis,cis-1 isomerisiert 10 000mal langsamer zur trans,trans- Form als das cis,trans-Isomer.

    6. Kupplung eines Vinylideniridium-Komplexes mit Trialkylaluminium; Bildung einer C-C-Bindung durch intramolekulare Insertion eines Vinylidenliganden (pages 67–68)

      Prof. Dr. Michael D. Fryzuk, Dr. Neil T. McManus, Dr. Steven J. Rettig and Dr. Graham S. White

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020112

      Eine Umwandlung des Vinyliden- in einen (1-Alkylvinyl)-Liganden bewirkt die Addition von Trialkylaluminium an den Vinylideniridium-Komplex 1, die zum AIR2-überbrückten Komplex 2 führt. Voraussetzung für diese Reaktion ist das koordinativ ungesättigte Metallzentrum in 1 (R = Me, Et).

    7. Eine Wagner-Meerwein-Umlagerung als Zwischenschritt bei der Dihydroindolon-Bildung aus 2-Diazo-acetoacetaniliden (pages 69–70)

      Doz. Dr. Gerhard Himbert and Martin Ruppmich

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020113

      Auch o,o′-Dimethylanilide 1 cyclisieren zu den Dihydroindolonen 3. Daraus läßt sich ableiten, daß die Reaktion über das Zwitterion 2 verläuft. Es folgen eine Wagner-Meerwein-Verschiebung der Methylgruppe und zum Schluß eine Rearomatisierung zu 3.

    8. Kernspinpolarisation während chemischer Reaktionen mit Orthowasserstoff, NMR-spektroskopisch untersucht (pages 70–71)

      Prof. Dr. Joachim Bargon, Jörg Kandels and Klaus Woelk

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020114

      Polarisationssignale in NMR-Spektren weisen nicht zwingend auf Reaktionen über Radikale hin. Dies belegen die Hydrierungen (a) mit angereichertem Ortho- und Parawasserstoff, bei denen jeweils Polarisationssignale, allerdings unterschiedlicher Intensität und mit vertauschter Reihenfolge von Emission und Absorption, beobachtet wurden. Das Intensitätsverhältnis ließ sich mit dem Mischungsverhältnis von Ortho- und Parawasserstoff korrelieren, so daß eindeutig belegt ist, daß die Kernspinzustände der H2-Moleküle für die Nicht-Gleichgewichtsbesetzung der Produkt-Kernspinniveaus ursächlich sind.

    9. Platin in der ungewöhnlichen Oxidationsstufe + 2.75: Ein linearer Vierkern-Komplex mit der Modellnucleobase 1-Methylthymin (pages 71–73)

      Oliver Renn, Prof. Dr. Alberto Albinati and Prof. Dr. Bernhard Lippert

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020115

      Pt-Pt-Cl-Pt-Pt plus Liganden — das ist die Struktur des Kations der Titelverbindung: cis-[{(NH3)2Pt(MeT)2PtCl2}2Cl]2⊕; MeT ist dabei das Anion von 1-Methylthymin. In diesem neuartigen, gemischtvalenten Platin-(2.75)-Komplex liegen formal drei PtIII- und ein PtII-Zentrum vor. Rechts ist eine Pt-Pt-Einheit samt Liganden und dem Brücken-Chloratom abgebildet.

    10. Synthese und Struktur des stabilen Tellurnitrids (ClTeNSN)3N (pages 73–74)

      Prof. Dr. Herbert W. Roesky, Dr. Jörg Münzenberg and Dr. Mathias Noltemeyer

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020116

      Erst bei 207°C zersetzt sich 1! Bisher war kein Tellurnitrid bekannt, das auch nur bei Raumtemperatur stabil wäre. 1 entsteht aus TeCl4 und Me3SiN = S = NSiMe3 in Toluol und kristallisiert aus Dimethylformamid mit drei Solvensmolekülen. Das Ergebnis der Röntgenstrukturanalyse ist rechts gezeigt (ohne DMF-Moleküle).

    11. Ambidentes Verhalten des „neuen Vitamins” Methoxatin (Cofaktor PQQ) gegenüber Metallen: Koordinative Stabilisierung der Pyrrolid- und der Semichinon-Form (pages 74–76)

      Dr. Brigitte Schwederski, Volker Kasack, Prof. Dr. Wolfgang Kaim, Eberhard Roth and Dr. Jeanne Jordanov

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020117

      Die biochemische Funktion des o-chinoiden „neuen Vitamins” Methoxatin (Cofaktor PQQ) ist mit der Bildung der Semichinon-Form und möglicherweise auch mit Metallkoordination verknüpft. Im Gegensatz zu „harten” Kupfer(II)-Einheiten koordiniert das „weiche”, zur π-Rückbindung befähigte Kation [Ru(bpy)2]2⊕ über die beiden o-Chinon-Sauerstoffatome des Methoxatins; sowohl die semichinoide Zwischenstufe als auch die Form mit deprotoniertem Pyrrolring werden hierdurch stabilisiert und in einen physiologisch relevanten Potential- und pH-Bereich verschoben.

    12. Mikrowellenspektroskopische Charakterisierung eines mit dem „Pulsed-Jet”-Verfahren erzeugten kurzlebigen Chlorwasserstoff-Oxiran-Komplexes (pages 76–77)

      Prof. Dr. Anthony C. Legon and Dr. Christopher A. Rego

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020118

      Eine Zwischenstufe der HX-initiierten Ringöffnung von Oxiran konnte für X = Cl mikrowellenspektroskopisch in der Gasphase charakterisiert werden. Dazu durften Oxiran und HCl erst zum Zeitpunkt der Expansion gemischt werden, um die Ringöffnung durch sofortiges „Einfrieren” des Komplexes zu verhindern. Aus der Analyse des Rotationsspektrums wurde nebenstehender Strukturvorschlag mit Ø = 77° abgeleitet.

    13. Kombinierte chemoenzymatische Synthese von N-Glycoproteinbausteinen (pages 78–80)

      Prof. Dr. Joachim Thiem and Torsten Wiemann

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020119

      Partialstrukturen von N-Glycoproteinen, die für biologische Erkennungsprozesse auf zellulärer und molekularer Ebene von entscheidender Bedeutung sind, lassen sich durch eine Kombination von chemischen und enzymatischen Schritten herstellen. Zunächst wird chemisch die Aspartylglucosaminyl-Einheit synthetisiert; die anschließende Galactosylierung zu 1 gelingt enzymatisch in Gegenwart von Galactosyl-Transferase.

    14. Über die invers durch Amine stabilisierten Sulfene F2C[DOUBLE BOND]SO2 und FHC[DOUBLE BOND]SO2 (pages 80–81)

      Dr. Hans Pritzkow, Klaus Rall, Stefan Reimann-Andersen and Prof. Dr. Wolfgang Sundermeyer

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020120

      Ein elektrophiles C-Atom kennzeichnet die beiden Titelsulfene im Unterschied zu anderen Sulfenen, bei denen das S-Atom elektrophil ist. Dies folgt aus den Strukturen der Et3N-Addukte, die in diesen Fällen als Zwitterionen 1 bzw. 2 vorliegen und nicht der allgemeinen Struktur A entsprechen. 2 entsteht aus FH2C-SO2Cl und Et3N, 1 durch Aminolyse des Dithietans 3.

    15. Sauerstoffaktivierung mit Übergangsmetallkomplexen: Nickelkatalysierte Oxidation eines pentakoordinierten Substrats (pages 81–84)

      Dr. Albercht Berkessel, Dr. Jan W. Bats and Dr. Christine Schwarz

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020121

      Oxidativer Abbau des fünfzähnigen Liganden wird bei der Reaktion von rac-1 mit O2 in Lösung beobachtet. Produkte sind 2, Formaldehyd und Diphenyldisulfid. Als erster Schritt der Reaktion ist eine O2-Addition an das Ni-Zentrum wahrscheinlich, da festes rac-1, in dem die sechste Koordinationsstelle des Ni-Atoms durch ein O-Atom eines zweiten Moleküls 1 besetzt ist, gegen O2 inert ist.

    16. Aufklärung der Struktur von Hormaomycin (pages 84–85)

      Dr. Ellen Rössner, Prof. Dr. Axel Zeeck and Prof. Dr. Wilfried A. König

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020122

      Eine interzelluläre Signalsubstanz ist Hormaomycin 1, dessen Sequenz und Konstitution durch Kombination von Abbaureaktionen und massenspektrometrischen sowie NMR-spektroskopischen Untersuchungen aufgeklärt werden konnte. Hormaomycin ist ein Peptidlacton, das neben drei bekannten Aminosäuren, allo-Threonin, Isoleucin und (3-Methyl)phenylalanin, auch zwei neue Aminosäuren enthält: 4-[(Z)-Propenyl]prolin und 3-(2-Nitrocyclopropyl)alanin. Signalsubstanzen wie 1 gewinnen für das Verständnis des mikrobiellen Sekundärstoffwechsels zunehmend an Bedeutung.

    17. [H6As10Mo24O90]8⊖, ein Heteropolyanion aus zwei verknüpften Kugelfragmenten, und reduzierte Keggin-Anionen als Abbauprodukte (pages 85–87)

      Prof. Dr. Achim Müller, Erich Krickemeyer, Michael Penk, Volker Wittneben and Joachim Döring

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020123

      Aus zwei durch vier Brücken verbundenen „angeschnittenen Kugeln”, die je ein AsMo9-Keggin-Fragment mit einem aufgesetzten Ring aus drei AsO3- und drei MoO6-Polyedern enthalten, besteht das gemischtvalente Anion von 1 (rechts). Die Anionen von 2 und 3, den Produkten des milden oxidativen Abbaus von 1, sind vom β- bzw. α-Keggin-Typ und enthalten weiterhin das AsMo9-Kugelfragment.

    18. Die Struktur eines 1:1-Addukts aus Silylchlorid und Dimethylether bei 100 K (pages 87–89)

      Dr. Alexander J. Blake, Dr. Stephen Cradock, Prof. E. A. V. Ebsworth and Keith C. Franklin

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020124

      Als schwache Bindung oder starke Wechselwirkung läßt sich der Si-O-Abstand von 2.27 Å im Addukt 1 interpretieren, das bei 100 K röntgenographisch untersucht wurde. Alle anderen bisher bestimmten intermolekularen Si-O-Abstände sind deutlich größer. Ursache könnte die relativ große Basizität von Me2O sein, die trotz der geringen Acceptorstärke von H3SiCl zur Bildung einer Bindung führt.

    19. Die Verwendung von Titanacyclen in der Heterocylensynthese: Phospha- und Arsacyclobutene (pages 89–90)

      Dr. William Tumas, Joseph A. Suriano and Dr. Richard L. Harlow

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020125

      Der Titanacyclus 1 als Partner bei einer Ligandenaustauschreaktion machte 2, das erste Arsacyclobuten, in 50% Ausbeute zugänglich. Die NMR-spektroskopisch quantitative Umsetzung wurde analog auch zur Synthese des Phosphacyclobutens 3 genutzt. Die Reaktion sollte eine große Anwendungsbreite haben. Sowohl in 2 als auch in 3 ist der Vierring nahezu planar.

    20. 2-Methylen-2H-azirine durch Photolyse von 1-Azidoallenen (pages 90–92)

      Dr. Klaus Banert and Manfred Hagedorn

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020126

      Auf eine Beteiligung der dipolaren Grenzstruktur 2′ weisen die 13C-NMR-Daten der 2-Methylen-2H-azirine 2, die durch Photolyse der 1-Azidoallene 1 zugänglich sind. Die Stammverbindung 2, R = H, kann ebenfalls photochemisch erzeugt und durch eine Abfangreaktion, bei der sich ein Äquivalent Cyanwasserstoff addiert, nachgewiesen werden (R = H, Me, CH2OMe, CH2Cl).

    21. COmath image-isostere Anionen in Cs5SiP3, Cs5SiAs3, Cs5GeP3 und Cs5GeAs3 (pages 92–93)

      Dr. Brigitte Eisenmann, Jürgen Klein and Dr. Mehmet Somer

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020127

      Planare, isolierte Anionen SiPmath image, SiAsmath image, GePmath image und GeAsmath image liegen in den Kristallen der dunkel metallisch glänzenden Titelverbindungen (Zintl-Phasen) vor. Die 24-Valenzelektronen-Einheiten sind die ersten Beispiele für COmath image-isostere Anionen, in denen Zentralatome und Liganden höheren Perioden angehören. Aus den gemessenen Bindungslängen lassen sich Bindungsordnungen (nach Pauling) von 1.22, 1.28, 1.12 bzw. 1.26 ableiten.

    22. Ein cyclodimeres Silaketenimin (pages 93–95)

      Prof. Dr. Manfred Weidenbruch, Brigitte Brand-Roth, Prof. Dr. Siegfried Pohl and Wolfgang Saak

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020128

      Ein R2Si = C = NR′-System ist im Zwischenprodukt 2 enthalten, das aus 1 und Phenylisocyanid entsteht und zur Titelverbindung 3 weiterreagiert. Die Bildung von 2 wird durch die analoge Umsetzung von 1 mit 2,4,6-Tri-tert-butylphenylisocyanid zu einem umgelagerten Trialkylsilylcyanid wahrscheinlich gemacht.

    23. Synthese von (—)-Neplanocin A aus (R,R)-Weinsäure (pages 95–96)

      Dr. Hans Jürgen Bestmann and Dieter Roth

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020129

      Elf Stufen umfaßt die Synthese des carbocyclischen Nucleosidanalogons 1 aus (R,R)-Weinsäure, die über das Cyclopentenon 2 verläuft. Da auch andere Organolithiumverbindungen als LiCH2OCH2OCH3 an 2 addiert werden können, sind auf diese Art prinzipiell beliebig 3-substituierte Derivate von 1 zugänglich. (-)-Neplanocin A 1 ist von großem Interesse, da es sowohl antivirale als auch Antitumoraktivität aufweist.

    24. Zum Li-Gegenioneffekt bei α-Sulfonyl-Carbanionen (pages 96–99)

      Prof. Dr. Hans-Joachim Gais, Gunther Hellmann and Prof. Dr. Hans Jörg Lindner

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020130

      Wie stark hängen Struktur und Dynamik des α-Sulfonyl-Carbanions 1 vom Gegenion ab? Wie die Röntgenstrukturanalysen des Li- und des NBu4-Salzes ergaben, liegen diese im Kristall als Dimer (1/Li · 2 THF)2 mit achtgliedrigem (S-O-Li-O)2-Ring bzw. als Monomer 1/NBu4 mit diskreten Kationen und Anionen vor. Dagegen wird die Cα-S-Rotationsbarriere von 1 durch NBumath image (in THF oder DMSO) sowie K (in DMSO) kaum beeinflußt.

    25. Das ultimate Carcinogen O-Acetyl-N-(2-fluorenyl)-hydroxylamin („N-Acetoxy-2-aminofluoren”) und seine in-vitro-Reaktion zu 2-[N-(Desoxyguanosin-8-yl)amino]fluoren (pages 99–100)

      Ferdinand Bosold and Prof. Dr. Gernot Boche

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020131

      Das äußerst instabile Carcinogen 1 konnte erstmals synthetisiert und mit Desoxyguanosin zum Addukt 2 umgesetzt werden. 2 ist das einzige nicht-acetylierte Addukt, das sich auch aus der DNA von Tieren isolieren ließ, die zuvor mit 2-Acetylaminofluoren und 2-Aminofluoren behandelt worden waren. 1 muß nach in-vivo- und in-vitro-Untersuchungen als wesentliches ultimates Carcinogen der genannten carcinogenen aromatischen Amine angesehen werden.

    26. Die Koordinationschemie von Polyoxomolybdaten: Die Struktur eines zwölfkernigen Molybdat-Käfigs mit Hydrogenquadratat-Liganden, [(C4H9)4N]4[Mo12O36(C4O4H)4] · 10(C2H5)2O (pages 100–102)

      Qin Chen, Shuncheng Liu and Prof. Jon Zubieta

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020132

      Ungewöhnlich am Polyoxometallat 1 sind die Hydrogenquadratat-Ionen und das Vorliegen von nicht nur kanten-, sondern auch eckenverknüpften Oktaedern. Eine Identifizierung der protonierten Stellen gelang nicht, doch belegen Elementaranalyse und IR-Spektrum eindeutig das Vorhandensein von Protonen. Kristalle des Bu4N-Salzes von 1, das mit zehn Et2O-Molekülen pro Formeleinheit kristallisiert, verlieren sehr leicht zwei der Et2O-Moleküle, so daß die Röntgenstrukturanalyse in Gegenwart von Mutterlauge durchgeführt werden mußte.

    27. Die Pagodan-Route zu Dodecahedranen: Eine leistungsfähige Variante – neue Substitutionsmuster (pages 102–105)

      Rolf Pinkos, Johann-Peter Melder and Prof. Dr. Horst Prinzbach

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020133

      Das Pagodan [RIGHTWARDS ARROW] Dodecahedran-Konzept erfährt mit der SN2-Synthesevariante eine präparativ und methodisch signifikante Ausweitung. Ausgehend vom Pagodanbislacton 1 werden über den anti,anti,syn,syn-Dibromdiester 2 Dodecahedrane und homologe Dodecahedrane mit speziellen Substitutionsmustern, z. B. 3, zugänglich (R = CO2CH3).

    28. Die Pagodan-Route zu Dodecahedranen: Dodecahedradiene–außergewöhnlich „pyramidalisierte”, isolierbare Olefine (pages 105–109)

      Johann-Peter Melder, Rolf Pinkos, Prof. Dr. Hans Fritz and Prof. Dr. Horst Prinzbach

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020134

      Die hochgespannten, sehr energiereichen Dodecahedradiene 2 und 3 mit plan-parallelen CC-Doppelbindungen werden durch Thermolyse des Bislactons 1 bzw. über die SN2-Variante der Pagodan-Dodecahedran-Route zugänglich. Wegen starker „Pyramidalisierung” sind diese Diene extrem sauerstoffempfindlich, thermisch aber recht beständig. Beide lassen sich zu Dodecahedran hydrieren.

    29. Direkter Elektronenaustausch zwischen Graphitelektroden und einem adsorbierten Komplex aus Glucose-Oxidase und einem Os-haltigen Redoxpolymer (pages 109–111)

      Michael V. Pishko, Ioanis Katakis, Dr. Sten-Eric Lindquist, Ling Ye, Dr. Brian A. Gregg and Prof. Dr. Adam Heller

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020135

      Auf zeitliche Änderungen der Glucosekonzentration können die im Titel genannten Elektroden in weniger als einer Sekunde ansprechen. Sie bestehen aus dem Redox-Terpolymer 1, das fest an Graphit adsorbiert ist und seinerseits Glucose-Oxidase adsorbiert. Dabei können die Redoxzentren des Polymers in die Nähe des Redoxzentrums des Enzyms gelangen. Wird die Elektrode beim Redoxpotential des Polymers (ca. 0.25 V vs. SCE) oder darüber gehalten, so fließt ein Strom von enzymgebundener Glucose via Enzym und Polymer zur Elektrode.

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