Angewandte Chemie

Cover image for Angewandte Chemie

Juli 1990

Volume 102, Issue 7

Pages cpi–fmi, A217–A223, 735–850

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Berichtigungen
    1. Titelbild (page cpi)

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020701

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Berichtigungen
    1. Impressum (page fmi)

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020702

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Berichtigungen
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages A217–A223)

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020703

  4. Aufsätze

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Berichtigungen
    1. Enzymatische Spaltung der RNA durch RNA (Nobel-Vortrag) (pages 735–744)

      Prof. Sidney Altman

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020704

      Biologische Katalyse durch RNAs — diese Entdeckung zu Beginn der achtziger Jahre war sensationell, hatte man bis dahin doch angenommen, daß ausschließlich Proteine als Biokatalysatoren fungieren. Sidney Altman untersuchte das aus RNA- und Proteinuntereinheiten aufgebaute Enzym Ribonuclease P und fand Bedingungen, unter denen die RNA-Komponente in Abwesenheit von Proteinen die Reifung der tRNA-Komponente in Abwesenheit von Proteinen die Reifung der tRNA katalysierte. Thomas R. Cech entdeckte das Phänomen des Selbstspleißens an der rRNA von Tetrahymena thermophila, die in der Lage ist, durch konsekutive Umesterung bestimmter Phosphodiestergruppen ihre eigenen Nucleotidbindungen zu spalten, eine intervenierende Sequenz (IVS) herauszuschneiden (siehe Bild) und die Reste des Moleküls zu ligieren. Altman und Cech wurden für ihre Arbeiten, die einen Paradigmenwechsel in der Biochemie herbeiführten, mit dem Nobel-Preis für Chemie 1989 ausgezeichnet.

    2. Selbstspleißen und enzymatische Aktivität einer intervenierenden Sequenz der RNA von Tetrahymena (Nobel-Vortrag) (pages 745–755)

      Prof. Thomas R. Cech

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020705

      Biologische Katalyse durch RNAs — diese Entdeckung zu Beginn der achtziger Jahre war sensationell, hatte man bis dahin doch angenommen, daß ausschließlich Proteine als Biokatalysatoren fungieren. Sidney Altman untersuchte das aus RNA- und Proteinuntereinheiten aufgebaute Enzym Ribonuclease P und fand Bedingungen, unter denen die RNA-Komponente in Abwesenheit von Proteinen die Reifung der tRNA-Komponente in Abwesenheit von Proteinen die Reifung der tRNA katalysierte. Thomas R. Cech entdeckte das Phänomen des Selbstspleißens an der rRNA von Tetrahymena thermophila, die in der Lage ist, durch konsekutive Umesterung bestimmter Phosphodiestergruppen ihre eigenen Nucleotidbindungen zu spalten, eine intervenierende Sequenz (IVS) herauszuschneiden (siehe Bild) und die Reste des Moleküls zu ligieren. Altman und Cech wurden für ihre Arbeiten, die einen Paradigmenwechsel in der Biochemie herbeiführten, mit dem Nobel-Preis für Chemie 1989 ausgezeichnet.

    3. Retroviren und Onkogene I (Nobel-Vortrag) (pages 756–764)

      Prof. Dr. Harold E. Varmus

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020706

      Daß genetische Veränderungen für die Krebsentstehung bedeutsam sind, dieser Vorstellung wurde lange Widerstand entgegengebracht. Die Ergebnisse der langjährigen gemeinsamen Forschung von Harold E. Varmus und J. Michael Bishop, für die sie den Nobel-Preis für Medizin und Physiologie 1989 erhielten, haben wesentlich dazu beigetragen, daß sich diese Vorstellung dennoch durchgesetzt hat. Die Beschäftigung mit Onkogenen und Retroviren führte die Autoren in einige der interessantesten Gebiete der modernen Biologie: die genetischen Ursachen von Krebs, die Transposition von DNA durch RNA-Intermediate, die Kontrolle der Genexpression in Eukaryonten und die molekularen Hinweise auf die Evolution. Zusätzliche Bedeutung hat diese Forschung durch die weltweite Verbreitung des AIDS-verursachenden humanen Retrovirus HIV erhalten. Die beiden Beiträge geben einen Überblick über die Geschichte des Forschungsgebiets und führen den Leser an die heute bearbeiteten Themen heran.

    4. Retroviren und Onkogene II (Nobel-Vortrag) (pages 765–773)

      Prof. Dr. J. Michael Bishop

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020707

      Daß genetische Veränderungen für die Krebsentstehung bedeutsam sind, dieser Vorstellung wurde lange Widerstand entgegengebracht. Die Ergebnisse der langjährigen gemeinsamen Forschung von Harold E. Varmus und J. Michael Bishop, für die sie den Nobel-Preis für Medizin und Physiologie 1989 erhielten, haben wesentlich dazu beigetragen, daß sich diese Vorstellung dennoch durchgesetzt hat. Die Beschäftigung mit Onkogenen und Retroviren führte die Autoren in einige der interessantesten Gebiete der modernen Biologie: die genetischen Ursachen von Krebs, die Transposition von DNA durch RNA-Intermediate, die Kontrolle der Genexpression in Eukaryonten und die molekularen Hinweise auf die Evolution. Zusätzliche Bedeutung hat diese Forschung durch die weltweite Verbreitung des AIDS-verursachenden humanen Retrovirus HIV erhalten. Die beiden Beiträge geben einen Überblick über die Geschichte des Forschungsgebiets und führen den Leser an die heute bearbeiteten Themen heran.

    5. Experimente mit einem isolierten, subatomaren, ruhenden Teilchen (Nobel-Vortrag) (pages 774–779)

      Prof. Dr. Hans Dehmelt

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020708

      Isolierte Teilchen — sogar ein einziges — lassen sich über eine lange Zeitspanne beobachten, wenn man sie in „Käfige ohne materielle Wände” einschließt. Für die Einführung des Konzepts derartiger Käfige erhielten Hans Dehmelt und Wolfgang Paul (zusammen mit Norman F. Ramsey) den Nobel-Preis für Physik 1989. Der Weg zu den Käfigen führte über die zweidimensionale Fokussierung der Teilchen, die unter anderem eine präzisere Hochfrequenz-Spektroskopie und das Quadrupol-Massenspektrometer möglich machte. Durch „Seitenbanden-Kühlen”, d. h. Absorption von Photonen mit einer Energie geringfügig unter der Resonanzenergie und Ausgleich des Defizits aus der kinetischen Energie, ließ sich beispielsweise ein Elektron zehn Monate im Zentrum eines magnetischen Käfigs halten, und sein g-Faktor wurde zu 1.001159652188(4) bestimmt.

    6. Elektromagnetische Käfige für geladene und neutrale Teilchen (Nobel-Vortrag) (pages 780–789)

      Prof. Dr. Wolfgang Paul

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020709

      Isolierte Teilchen — sogar ein einziges — lassen sich über eine lange Zeitspanne beobachten, wenn man sie in „Käfige ohne materielle Wände” einschließt. Für die Einführung des Konzepts derartiger Käfige erhielten Hans Dehmelt und Wolfgang Paul (zusammen mit Norman F. Ramsey) den Nobel-Preis für Physik 1989. Der Weg zu den Käfigen führte über die zweidimensionale Fokussierung der Teilchen, die unter anderem eine präzisere Hochfrequenz-Spektroskopie und das Quadrupol-Massenspektrometer möglich machte. Durch „Seitenbanden-Kühlen”, d. h. Absorption von Photonen mit einer Energie geringfügig unter der Resonanzenergie und Ausgleich des Defizits aus der kinetischen Energie, ließ sich beispielsweise ein Elektron zehn Monate im Zentrum eines magnetischen Käfigs halten, und sein g-Faktor wurde zu 1.001159652188(4) bestimmt.

    7. Experimente mit getrennten oszillierenden Feldern und Wasserstoff-Masern (Nobel-Vortrag) (pages 790–798)

      Prof. Norman F. Ramsey

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020710

      Sehr exakte Werte für bestimmte Kerneigenschaften und Atomuhren haben eines gemeinsam: Sie basieren auf Molekularstrahlexperimenten in Apparaten, die statischen und oszillierenden Magnetfeldern ausgesetzt sind. Die Grundlagen dieser Experimente und ihren praktischen Nutzen beschreibt Norman F. Ramsey in seinem Nobel-Vortrag.

  5. Zuschriften

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Berichtigungen
    1. Synthese und Struktur neuer Cu-Cluster: [Cu30−xSe15(PiPr3)12] (x = 0,1) und [Cu36Se18(PtBu3)12] (pages 799–801)

      Prof. Dr. Dieter Fenske, Harald Kraustscheid and Silke Balter

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020711

      Anders als das System Phosphan/AgCl reagiert das System Phosphan/CuCl mit Se(SiMe3)2 unterhalb 20°C in Ausbeuten von 60% zu metallreichen Clusterkomplexen. Oberhalb 100°C bilden sich dagegen binäre Kupferselenide. Die Verbindungen 13 konnten kristallstrukturanalytisch charakterisiert werden. Dabei handelt es sich um die größten bisher bekannten Cu-Clusterverbindungen. Die Strukturen von 1 und 2 zeigen, daß ein Clustergerüst vorliegt, dessen Polyederflächen von μ4-Se-, μ5-Se- und μ6-Se-Liganden bedeckt sind.

    2. Gasphasenthermolyse von 6-Cyclopropyl- und 6-Oxiranylpentafulvenen: neue Wege zu Dihydroindenen und Vinylcyclopentadienen (pages 801–803)

      Dr. Axel G. Griesbeck, Dr. Karl Peters, Eva-Maria Peters and Prof. Dr. Hans Georg von Schnering

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020712

      In Einklang mit den Ergebnissen von MNDO-Rechnungen wird 2 als stabilstes Dihydroinden-Isomer im Überschuß gebildet, wenn man das Cyclopropylpentafulven 1 (X [DOUBLE BOND] CH2) in der Gasphase thermolysiert. Das analoge 6-Oxiranylpentafulven 1 (X [DOUBLE BOND] O) spaltet unter gleichen Bedingungen Kohlenmonoxid ab und liefert in hohen Ausbeuten Vinylcyclopentadien-Isomere 3.

    3. Ein metallorganischer, oberflächenorientierter Ansatz zur Steuerung der Porenöffnungsgröße von Zeolithen: durch Aufpfropfen von Dineopentylmagnesium modifizierter Mordenit (pages 803–805)

      Albert Théolier, Emmanuel Custodero, Dr. Agnès Choplin, Dr. Jean-Marie Basset and Dr. Francis Raatz

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020713

      Die Formselektivität von Zeolithen gegenüber Gastmolekülen kann gesteuert werden, indem im Bereich der Porenöffnungen der Außenoberfläche Organometallverbindungen aufgepfropft werden, die die Öffnungen definiert verkleinern. So geht die Adsorptionskapazität eines Mordenits für Isooctan durch Reaktion mit Dineopentylmagnesium nahezu verloren, diejenige für n-Hexan verringert sich nur leicht. Durch Aufpropfung veränderte Zeolithe könnten weiter modifiziert werden, z. B. könnten Oxid-Deckschichten erzeugt werden.

    4. Ein paramagnetischer μ-Methylenkomplex mit kurzer CrIII-CrIII-Bindung (pages 805–807)

      Dr. Seok Kyun Noh, Robert A. Heintz, Dr. Christoph Janiak, Dr. Shawn C. Sendlinger and Prof. Dr. Klaus H. Theopold

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020714

      Einen Cr-Cr-Abstand von nur 2.394(1) Å findet man im Zweikernkomplex 2, der durch Zersetzung von 1 erhältlich ist. Extended-Hückel-Rechnungen ergeben fünf energetisch ähnliche Grenzorbitale für sechs Elektronen. In Anbetracht des hohen magnetischen Moments (μeff = 3.3 μB) wird eine Cr-Cr-Einfachbindung angenommen.

    5. Das Tautomeriegleichgewicht zwischen Cyclopentadienyl-1-carbonsäure und Fulven-6,6-diol in wäßriger Lösung (pages 807–809)

      Bernhard Urwyler and Prof. Dr. Jakob Wirz

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020715

      Gleichgewicht und Kinetik der Enolisierung einer Carbonsäure in wäßriger Lösung wurden an 2 erstmals bestimmt. Bemerkenswert sind sowohl der pKE-Wert von 6.7 als auch, daß Fulvendiol 1 eine starke zweibasige Säure ist (pKa = 1.3, pK′a = 10.4). 2, das über die Hydrolyse von photochemisch erzeugtem Fulvenon zu 1 erhalten wurde, hat somit einen Enolgehalt, der nahezu neun Größenordnungen höher als derjenige von Mandelsäure ist.

    6. Das Enol der Mandelsäure: Nachweis, Bestimmung der Acidität in wäßriger Lösung sowie Schätzung der Keto-Enol-Gleichgewichtskonstante und der C-H-Acidität von Mandelsäure (pages 810–812)

      Y. Chiang, Prof. Dr. Alexander J. Kresge, Dr. P. Pruszynski, Dr. N. P. Schepp and Prof. Dr. Jakob Wirz

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020716

      Eine Säurekonstante pKmath image von 6.62 und eine Konstante pKE von 15.4 für das Keto-Enol-Gleichgewicht konnte für 2, das Enol der Mandelsäure, in Wasser ermittelt werden. 2 war durch Photoeliminierung aus 1 und aus 3 zugänglich. Die Zahlen bestätigen die Annahme, daß einfache Carbonsäuren einen sehr viel niedrigeren Anteil Enolform haben als einfache Aldehyde und Ketone, da ihre Ketoform durch die Wechselwirkung von Carbonyl- und Hydroxygruppe stabilisiert wird.

    7. Entwicklung maßgeschneiderter, säurekatalytisch aktivierbarer Cytostatika für eine selektive Tumortherapie (pages 812–813)

      Prof. Dr. Lutz F. Tietze, Dr. Matthias Beller, Dr. Roland Fischer, Michael Lögers, Dr. Eckhard Jähde, Dr. Karl-Heinz Glüsenkamp and Prof. Dr. Manfred F. Rajewsky

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020717

      Bei physiologischem pH-Wert (7.2) kaum toxisch, wird das Diamidophosphat 1 bei einem pH-Wert von 6.2, der selektiv in Tumorzellen einstellbar ist, in Glucose, Methanol und ein cytotoxisches Keton gespalten (t1/2 = 15 h). In vitro kann so eine Verringerung der Überlebensrate von Krebszellen um den Faktor 5 × 104 erreicht werden.

    8. Heptasila[7]paracyclophan (pages 813–815)

      Prof. Dr. Wataru Ando, Dr. Takeshi Tsumuraya and Dr. Yoshio Kabe

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020718

      Die Deformation des heptasilandiylüberbrückten Benzolrings in 1 ist geringer als die des analogen heptamethylenüberbrückten Benzolrings (Abweichung der Benzol-C-Atome aus der Ebene 6.6 und 4.5° bzw. 17°), was auf die hohe Flexibilität der Polysilankette zurückgeführt wird. Das Paracyclophan 1 ist durch reduktive Kupplung von 2 mit Natrium in Gegenwart von [18]Krone-6 erhältlich.

    9. Synthese und Struktur eines 1λ5,4λ5-Diphosphapentalens (pages 815–816)

      Jürgen Silberzahn, Dr. Hans Pritzkow and Prof. Dr. Hans Peter Latscha

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020719

      Ohne Zersetzung bei 194°C(!) schmilzt das Diphosphapentalen 3, das bei der Reaktion von zwei Äquivalenten Acetylendicarbonsäuredimethylester 1 mit dem Bis(phosphonigsäurediamid) 2 in 71% Ausbeute entsteht. Die erstaunliche Stabilität von 3 ist auf Ylid-Strukturen zurückzuführen.

    10. Hochselektive Synthese von Dipeptid-isosteren (E)-Alkenen hoher optischer Reinheit mit RCu(CN)Li·BF3 (pages 816–818)

      Associate Prof. Dr. Toshiro Ibuka, Hiromu Habashita, Associate Prof. Dr. Susumu Funakoshi, Prof. Dr. Nobutaka Fujii, Yusaku Oguchi, Associate Prof. Dr. Tadao Uyehara and Prof. Dr. Yoshinori Yamamoto

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020720

      Die Konfiguration der Doppelbindung in β,γ-Position und des stereogenen α-Kohlenstoffatoms von Dipeptid-isosteren (E)-Alkenen 2 zu kontrollieren hilft der 1,3-Chiralitätstransfer von γ-Mesyloxy(MsO)-α,β-enoaten 1. Als Reagentien dienen Methyl-, Isobutyl- und Benzylcuprate, und die Ausbeuten liegen in fast allen Fällen über 90%, die Diastereoselektivitäten über 95 : 5. Dipeptid-isostere Alkene sind als enzymatisch nicht hydrolysierbare Peptidbausteine von Interesse.

    11. Ein neuer Weg zu SiC-Keramik-Vorstufen durch katalytische Synthese von präkeramischem Polymer (pages 818–820)

      Bruno Boury, Leslie Carpenter and Prof. Robert J. P. Corriu

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020721

      Durch Platin-katalysierte Hydrosilylierung zu Siliciumcarbid-Keramiken: Das Vinylsilan 1 reagiert zu Oligomeren des Typs 2, die mit LiAlH4 zu den entsprechenden Wasserstoffverbindungen reduziert werden können. Diese ergeben bei der Pyrolyse in einer Ausbeute von etwa 32% (Theorie 69%) einen keramischen SiC-Rückstand. Bei einem Oligomer mit ausschließlich Vinyl-Endgruppen beträgt die Ausbeute sogar 52%, was auf eine Vernetzung der Oligomere durch Reaktion zwischen Vinylgruppen und H2Si-Gruppen während der Pyrolyse hinweist.

    12. Synthese und Struktur von Stibaindolen (pages 820–821)

      Prof. Stephen L. Buchwald, Richard A. Fisher and Prof. Bruce M. Foxman

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020722

      Einen einfachen Zugang zu Stibaindolen eröffnet die Reaktion (a), bei der die monomeren 1-Cl- und 1-Phenylstibaindole in Ausbeuten von 71–86% entstehen. Das Interesse an heterocyclischen Verbindungen der schweren Hauptgruppenelemente hat in den letzten Jahren wegen ihren Anwendungen in den Materialwissenschaften stark zugenommen. Y, Z [BOND] H, OMe, C4H4.

    13. 13C-MAS-NMR-Spektren von technischem Calcium- und Bariumcarbid — sind die Cmath image-Ionen in ionischen Carbiden symmetrisch umgeben? (pages 821–823)

      Prof. Dr. Bernd Wrackmeyer, Dr. Klaus Horchler, Dr. Angelika Sebald, Dr. Lawrence H. Merwin and Dr. Charles Ross II

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020723

      Nein lautet die Antwort auf die Titelfrage. Während für ein „freies„ Cmath image-Ion δ(13C) ≈ 140 vorhergesagt wird, findet man für die ionischen Carbide CaC2 und BaC2 im Festkörper Werte von 206.2 bzw. 232.1. Des weiteren zeigt die Simulation der 13C-MAS-NMR-Spektren eindeutig, daß die C2-Einheiten von der axialen Symmetrie abweichen. Bei CaC2 konnte auch das durch Röntgenpulveraufnahmen nachgewiesene Vorliegen einer zweiten Phase NMR-spektroskopisch bestätigt werden.

    14. Ein Bicyclo[1.1.1]pentasilan-Derivat: Synthese, Struktur und Anmerkungen zur Strukturhomologie (pages 823–825)

      Dr. Yoshio Kabe, Dr. Takeshi Kawase, Joji Okada, Dr. Osamu Yamashita, Dr. Midori Goto and Prof. Dr. Satoru Masamune

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020724

      Fünfelektronen-Reduktion des Trichlordisilans 1 mit Naphthalinlithium führt zu einem Cyclotetrasilan-Dianion, das mit Dichlorsilan in 31% Ausbeute das Bicyclo[1.1.1]pentasilan 2 ergibt. 2 und entsprechende Carbocyclen sind strukturell gleichartig („strukturhomolog”). Anhand einer groben Strukturhomologie-Regel lassen sich Si-;Si-Abstände unbekannter Verbindungen abschätzen.

    15. Heteronucleare Komplexe mit CuCo(CO)4-Baueinheiten und Stickstoffliganden (pages 825–826)

      Matthias Achternbosch, Dr. Heinrich Braun, Ralf Fuchs, Prof. Dr. Peter Klüfers, Alexandra Selle and Ulf Wilhelm

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020725

      „Halbverbrückende” CO-Gruppen charakterisieren die Komplexe 13, die alle letztlich aus CuCl und Na[Co(CO)4] bei zunehmender Ammoniakkonzentration entstehen. Rechts ist die Struktur des Cu2Co2-Komplexes 2 dargestellt; die Pfeile geben an, daß durch NH3 der Komplex an diesen Bindungen unter Bildung von 3 gespalten wird. 2 entsteht analog durch Spaltung von 1.equation image

    16. Semisynthetische Rhodomycine: Neue Glycosylierungsverfahren zur Synthese von Anthracyclin-Oligosacchariden (pages 827–828)

      Dr. Cenek Kolar and Günther Kneißl

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020726

      Anthracycline sowie eine Vielzahl mikrobieller und pflanzlicher Naturstoffe enthalten Oligosaccharid-Sequenzen, in denen α-verknüpfte Oligodesoxyzucker als Bausteine vorkommen. Neue leistungsfähige Glycosylierungstechniken wurden entwickelt, die es ermöglichen, die bisher schwer zugänglichen α(1 [RIGHTWARDS ARROW] 4)-verknüpften Di- und Trisaccharid-Teilsequenzen 1 und 2 der Anthracycline herzustellen (n = 1,2).

    17. Eine neuartige Pyrrolsynthese (pages 828–830)

      Hugo Bertschy, Dr. Anne Meunier and Priv.-Doz. Dr. Reinhard Neier

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020727

      Dem von Shemin postulierten Mechanismus der Biosynthese von Porphobilinogen folgend können alkylsubstituierte Pyrrole wie 3 in zwei Stufen regioselektiv aus Silylenolethern 1 und geschützten α-Aminoketonen wie 2 synthetisiert werden.

    18. Darstellung, Struktur und Olefinpolymerisationsaktivität basenfreier kationischer 14-Elektronen-Alkyltitan- und -zirconiumkomplexe (pages 830–832)

      Dr. Manfred Bochmann, Andrew J. Jaggar and Dr. Julian C. Nicholls

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020728

      Die mehrfache Insertion von Ethylen in die Ti[BOND]CH3-Bindung, ein erster direkter Nachweis für die Rolle kationischer Zwischenstufen in Polymerisationsreaktionen, beobachtet man bei niedriger Temperatur bei der Umsetzung der kationische Ti- und Zr-Komplexe 3, die aus 1 und 2 unter Methanabspaltung entstehen. Ethylen im Überschuß wird unter gleichen Bedingungen polymerisiert (M [DOUBLE BOND] Ti, Zr).

    19. Die Re-Re-Bindung in zweikernigen Di-μ-oxorheniumkomplexen mit dem Liganden 1,4,7-Triazacyclononan (pages 832–834)

      Georg Böhm, Prof. Dr. Karl Wieghardt, Dr. Bernhard Nuber and Prof. Dr. Johannes Weiss

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020729

      Re-Re-Doppel- und -Dreifachbindungen kennzeichnen die Komplexe 1 und 2 bzw. 3. In allen Fällen sind die Re2O2-Ringe planar. Ein Vergleich dieser Komplexe mit dem Cp*-Analogon 4 gibt keine Antwort auf die Frage, warum 4 keine Re-Re-Bindung aufweist. L = 1,4,7-Triazacyclononan.

    20. Na10{Li2[MnO4]4}, eine Verbindung mit LiO4- und MnO4-Tetraedern, die Ketten aus Sechs- und Achtringen bilden (pages 835–836)

      Dieter Fischer and Prof. Dr. Rudolf Hoppe

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020730

      Durch Tempern inniger Gemenge der Oxide Na2O2 und LiMnO4 (Na : Mn = 2.8 : 1; Ag-Bömbchen, 580°C, 30d) wurde erstmals Na10{Li2[MnVO4]4} in Form von blaugrünen, orthorhombischen Kristallen erhalten. Die Strukturaufklärung ergab eine bei Metalloxiden unbekannte Verknüpfung von MnO4- und LiO4-Tetraedern, und zwar so, daß aus Sechs- und Achtringen aufgebaute, kettenförmige Anionen entstehen, die über Natrium-Ionen verknüpft sind.

    21. Ein großräumiger Cyclophan-Wirt zur Einschlußkomplexierung von Steroiden und [m.n]Paracyclophanen (pages 836–838)

      Daniel R. Carcanague and Prof. Dr. François Diederich

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020731

      Gallensäure-Derivate, Corticoide und Androgene werden in D2O/CD3OD (1 : 1) von dem Wirt 1, der durch zwei Naphthylphenylmethan-Einheiten charakterisiert ist, gebunden. Bei der Einschlußkomplexierung von [m.n]Paracyclophanen wird eine Vierfachstapelung von Benzolringen beider Bindungspartner beobachtet.

    22. Cp*Ru(acac) — ein koordinativ ungesättigter, stabiler 16-Valenzelektronen-Komplex (pages 839–840)

      Prof. Dr. Ulrich Kölle, Dr. Janusz Kossakowski and Dr. Gerhard Raabe

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020732

      Selten klar demonstriert schon das Strukturbild (rechts) die Leichtigkeit der Addition von Zweielektronen-Donorliganden an den Titelkomplex 1, der aus [{Cp*RuOMe}2] und Acetylaceton leicht synthetisiert werden kann. Der luftempfindliche, intensiv rote Komplex 1 addiert CO und Phosphane extrem schnell und kann mit Kationen wie Zn2⊕ oder Mg2⊕ zum vielseitig verwendbaren Cp*Ru-Fragment gespalten werden.

    23. μ-Hydroxo-bis(μ-formiato)hexaaquadichrom(III): ein Intermediat bei der Bildung basischer Chromcarboxylate (pages 841–842)

      Petra N. Turowski, Prof. Dr. Avi Bino and Prof. Dr. Stephen J. Lippard

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020733

      Seit über 100 Jahren weiß man, daß bei der Synthese basischer dunkelgrüner Chromcarboxylate auch violette Verbindungen entstehen — nun gelang die Charakterisierung einer solchen Spezies: Das Komplex-Kation 1 wurde durch Reduktion von Chrom(VI)-oxid mit Ameisensäure erhalten und als p-Toluolsulfonat isoliert. 1 ist der erste Crmath image-Komplex, der eine μ-Hydroxo- und zwei μ-Carboxylato-Liganden enthält.equation image

    24. Synthese und Charakterisierung der linearen Dreikernkomplexe [Mmath image(O2CCH3)6(biphme)2], M [DOUBLE BOND] Mn,Fe (pages 842–844)

      R. Lynn Rardin, Prof. Dr. Avi Bino, Dr. Peter Poganiuch, Dr. William B. Tolman, Dr. Schuncheng Liu and Prof. Dr. Stephen J. Lippard

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020734

      Eine durch vier zwei- und zwei einzähnige Carboxylatoliganden verbrückte Mn3-Kette charakterisiert den MnII-Titelkomplex 1. Eine Besonderheit sind die einzähnigen Acetatbrücken, die ein freies („dangling”) Sauerstoffatom haben, das durch schwache Wechselwirkungen mit den endständigen Mn-Atomen die Molekülstruktur beeinflußt.

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      Berichtigung (page 850)

      Article first published online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020743

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