Angewandte Chemie

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August 1990

Volume 102, Issue 8

Pages cpi–fmi, A249–A258, 851–968

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Titelbild (page cpi)

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020801

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020802

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages A249–A258)

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020803

  4. Aufsätze

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Synthesen, Konformationen und Röntgenstrukturanalysen von Saccharidketten der Core-Regionen von Glycoproteinen (pages 851–867)

      Prof. Dr. Hans Paulsen

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020804

      In der Bindungsregion zum Protein weisen N-wie O-Glycoproteine spezielle invariante Oligosaccharidketten auf, die als Core-Regionen bezeichnet werden (Core-Muster der N-Glycoproteine siehe rechts). Mit verbesserten Synthesemethoden gelang es, komplexe Core-Oligosaccharide mit bis zu elf Zuckereinheiten herzustellen. Strukturbestimmungen an derartigen Oligosacchariden durch 2D-NMR-Spektroskopie und Röntgenbeugungsanalyse können zur Aufklärung der Funktion der Glycoproteine beitragen.

    2. „Nichtmolekulare” Metallchalcogenid/-halogenid-Festkörperverbindungen und ihre molekularen Cluster-Analoga (pages 868–885)

      Sonny C. Lee and Prof. Richard H. Holm

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020805

      Das Herauslösen — die „Exzision” — von Clustern aus Festkörperverbindungen hat sich als eine hervorragende Methode zur Synthese neuer molekularer Cluster bewährt. So lassen sich z. B. aus dem Polysulfid Mo3S7Cl4, das durch Zickzackketten von Cl2-verbrückten Mo3(S2)3S-Clustern charakterisiert ist (siehe Bild), cuboidale Mo3S4-Cluster herauslösen. Im Zentrum des Beitrags steht ferner die systematische Korrelation von Festkörperstrukturen mit molekularen Cluster-Analoga.

    3. Zwischen molekularen und polymeren „Metallen”: elektrisch leitfähige, strukturell fixierte Aggregate von Metallomakrocyclen (pages 886–908)

      Prof. Tobin J. Marks

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020806

      Planung, Synthese, Charakterisierung und Theorie neuer molekularer und makromolekularer Substanzen mit metallischer Leitfähigkeit sind ein seit ca. 15 Jahren intensiv bearbeitetes Forschungsgebiet, auf dem sich Chemie, Physik und Materialwissenschaften treffen. Phthalocyaninatometallkomplexe erwiesen sich als hervorragend geeignet, durch Kristallisation in molekulare Stapel und durch Kondensationspolymerisation in Stapelpolymere umgewandelt zu werden. Reduktive oder oxidative Dotierung (schematisch rechts gezeigt) macht beide Materialien elektrisch leitfähig.

  5. Zuschriften

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Ein 1,2:2,1-Bis(2-silapropan-1,3-diyl)diboran(6) als Stabilisierungsprodukt von Bis(trisyl)diboran(2)? (page 909)

      Theo Mennekes, Prof. Dr. Peter Paetzold and Dr. Roland Boese

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020807

      Einen ersten Hinweis auf das Auftreten eines organischen Derivats von Diboran(2), HB [DOUBLE BOND] BH, als Zwischenstufe bietet die unerwartete Konstitution des strukturell gesicherten Produkts 1 der Reaktion von (Me3Si)3CBCl2 mit Na/K-Legierung. Es ist naheliegend anzunehmen, daß primär (Me3Si)3C(Cl)B[BOND]B(Cl)C(SiMe3)3 oder (Me3Si)3CB: entsteht, die zum B[DOUBLE BOND]B-System weiterreagieren. Eine Stabilisierung durch C-H-Additionen an die reaktiven Doppelbindungen wäre der Schlußschritt.

    2. Boroborierung von CO mit Tri-tert-butylazadiboriridin (pages 910–911)

      Prof. Dr. Peter Paetzold, Burkhard Redenz-Stormanns and Dr. Roland Boese

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020808

      Die Bildung des unerwarteten, ja exotischen Produkts 2 bei der Umsetzung der sterisch abgeschirmten Hückel-aromatischen Dreiringverbindung 1 mit CO läßt sich durch einen Analogieschluß plausibel erklären. Mit CO aus Fe(CO)5 erhält man ein vollkommen anderes, ebenfalls unerwartetes Produkt, dessen Bildung die Spaltung der C[TRIPLE BOND]O-Dreifachbindung beinhaltet, und zwar bei −30°C!

    3. 1,2-Dimethyl-1,2-disila-closo-dodecaboran(12), das erste Silicium-Analogon eines ortho-Carborans (pages 911–913)

      Prof. Dr. Dietmar Seyferth, Dr. Klaus Büchner, Dr. William S. Rees Jr. and Dr. William M. Davis

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020809

      Das Carboran-homologe, ikosaedrische o-Disilaboran 1 entsteht neben anderen Produkten bei der Umsetzung von B10H14 mit Bis(dimethylamino)(methyl)silan in siedendem Benzol. Der Si-Si-Abstand von 2.308(2) Å legt nahe, die Si2-Einheit in 1 formal als zweifach B-überbrücktes Disilin MeSi[TRIPLE BOND]SiMe zu betrachten. 1 ist luftstabil und gegenüber Säuren inert, in alkoholischer KOH-Lösung wird es jedoch innerhalb von Minuten abgebaut.

    4. Bis(pentamethylcyclopentadienyl)silylen als Ligand in Gold(I)-chlorid-Komplexen (pages 913–914)

      Prof. Dr. Peter Jutzi and Dr. Andreas Möhrke

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020810

      Durch Umsetzung von Decamethylsilicocen 1 mit Carbonylgold(I)-chlorid erhält man den ersten echten Silylen-Komplex. Zum Abbau des Elektronendefizits am Silicium bleibt in 2 einer der beiden Cyclopentadienyl-Liganden π-gebunden. Der tiefrote Silylen-Komplex 2 ähnelt den Fischer-Carben-Komplexen. Zugabe von Pyridin oder tert-Butylisocyanid führt zu den Donor-stabilisierten Silylen-Komplexen vom Typ (Me5C5)2Si(Donor) — AuCl, in welchen beide Cyclopentadienyl-Liganden σ-gebunden vorliegen.

    5. Ungesättigte C3B2-Ringe mit benachbarten Boratomen: Derivate von 4-Methylen-1,2-diboracyclopentan, Dilithium-2,3-diboratafulven und 1,2-Dibora-3-cyclopenten (pages 914–915)

      Prof. Dr. Gerhard E. Herberich, Christian Ganter, Dr. Lars Wesemann and Dr. Roland Boese

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020811

      Unter den ungesättigten B-C-Heterocyclen sind die mit B-B-Gruppierungen im Ring besonders schwer zugänglich. Durch Borylierung des Trimethylenmethan-Dianions und Umsetzung des Produkts mit HCl konnten nun die ersten 1,2-C3B2-Verbindungen 13 synthetisiert werden. 1, R = iPr, hat im Kristall eine ungewöhnliche Twistkonformation. Metallierung von 1 mit sperrigen starken Basen liefert 3,4-Diboratafulvene 2; deren Protonierung mit Cyclopentadien ergibt 4-Methyl-1,2-dibora-3-cyclopenten-Derivate 3. R = Et, iPr.

    6. O-Atom-Insertion in Si-H-Bindungen mit Hilfe von Dioxiranen: Eine stereospezifische und direkte Umwandlung von Silanen in Silanole (pages 916–917)

      Prof. Waldemar Adam, Dr. Rossella Mello and Prof. Dr. Ruggero Curci

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020812

      Ausgesprochen bequem ist die Synthese von Silanolen 2 aus den korrespondierenden Silanen 1, wenn man diese mit Dimethyl- oder Methyl(trifluormethyl)dioxiran umsetzt (1–18 min Reaktionszeit, quantitative Ausbeute an hochreinem, enantiomerenreinem Produkt nach Abziehen des Lösungsmittels). Die experimentellen Daten sind mit einem Oxen-Mechanismus in Einklang (R1 − R3 = Alkyl, Aryl).

    7. Imidazo[1,2-e][1,3,5]triazepin-Derivate: erste Verbindungen mit einem neuen Heterocyclensystem (pages 917–919)

      Prof. Dr. Gerd Kaupp and Klaus Sailer

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020813

      Im Eintopfverfahren sind die neuartigen Tetraazaheterocyclen 2 erhältlich, wenn man das Benzimidazolderivat 1 mit RNH2 in wasserfreiem Dichlormethan umsetzt (Raumtemperatur, Ausbeute ca. 60%). Die Verbindungen 2 sind potentielle Vorstufen für Tetraaza-azulen-Kationen und lassen wegen ihrer Verwandtschaft zu Pteridinen interessante biologische Wirkungen erwarten (R [DOUBLE BOND] H, Alkyl, Aryl).

    8. Helicen-Dianionen: Paratropie verdrillter Phenanthren-Dianionen (pages 919–920)

      Ron Frim, Prof. Dr. Albrecht Mannschreck and Prof. Dr. Mordecai Rabinovitz

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020814

      Nichtplanare, alkylsubstituierte Phenanthrene wurden mit metallischem Lithium und Natrium in [D8]THF zu den Dianionen 1ac reduziert. Die paratropen chemischen Verschiebungen im 1H-NMR-Spektrum und die Linienbreiten der Signale aller Dianionen hängen in gleicher Weise vom Verdrillungswinkel ab: Je stärker die Verdrillung ist, desto besser sind die 1H-NMR-Signale aufgelöst und desto weniger sind sie hochfeld verschoben.

    9. C4O2 (1,2,3-Butatrien-1,4-dion), das erste Dioxid des Kohlenstoffs mit einer geraden Anzahl C-Atome (pages 920–923)

      Prof. Dr. Günther Maier, Dr. Hans Peter Reisenauer, Prof. Dr. Heinz Balli, Willy Brandt and Prof. Dr. Rudolf Janoschek

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020815

      Durch Photolyse der Diazoketone 1 oder 2 in einer Argon-Matrix ist Butatriendion 3 zugänglich, das photochemisch leicht in C3O und CO gespalten wird. Ob 3 einen Triplett- oder einen Singulett-Grundzustand hat, konnte bisher weder experimentall noch rechnerisch geklärt werden.

    10. Nachweis von 1,2,3-Butatrien-1,4-dion, seinem Radikalanion und seinem Radikalkation in der Gasphase (pages 923–925)

      Detlev Sülzle and Prof. Dr. Helmut Schwarz

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020816

      Auch massenspektrometrisch ist Butatriendion nachweisbar: Elektronenstoßionisation von 1 liefert unter Eliminierung von CO2 und Me2CO das Radikalanion OC4O·⊖, das durch vertikale Ladungsumkehr in das entsprechende Kation überführt werden kann. In Neutralisations-Reionisations-Experimenten gelangt man ausgehend von beiden Spezies zum Neutralmolekül.

    11. Eisen(II)-vermittelte Hydrid- und Methanidübertragung auf Carbonylgruppen (pages 925–927)

      Detlef Schröder and Prof. Dr. Helmut Schwarz

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020817

      An der Fe-vermittelten Meerwein-Ponndorf-Verley-Oppenauer-Reaktion in der Gasphase ist folgendes bemerkenswert: Neben dem konventionellen Hydridtransfer wird erstmals eine analoge Methanidwanderung nachgewiesen. Bei sterisch überladenen Alkoxiden wie 1 findet dagegen eine β-CH3-Umlagerung statt.

    12. Topologisch interessante Käfige für negative Ionen mit extrem hoher „Koordinationszahl”: Eine ungewöhnliche Eigenschaft von V-O-Clustern (pages 927–929)

      Prof. Dr. Achim Müller, Michael Penk, Ralf Rohlfing, Erich Krickemeyer and Joachim Döring

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020818

      Negativ geladene Ionen mit signifikant unterschiedlichen Radien, z. B. Cl, Br und I, können als Gastmoleküle in V-O-Clusterschalen wie {V18O42} 1 (V = schwarz, O = weiß) eingeschlossen werden. Nach Röntgenstrukturanalysen sind die eingeschlossenen Ionen im Zentrum von 1 fixiert und von 18 V-sowie 24 O-Atomen umgeben. Der Abstand vom Zentrum des Clusters zu den O- und V-Atomen der Peripherie beträgt im Mittel 367.5 bzw. 375.0 pm.

    13. Eine neuartige Synthese von 2-Aminomethyl-1,3-butadienen aus N,O-Acetalen (pages 929–930)

      Thomas Arenz and Priv.-Doz. Dr. Herbert Frauenrath

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020819

      Überraschend einfach gelingt die Synthese von 2-Aminomethyl-1,3-butadienen 3 aus ungesättigten N,O-Acetalen 1 unter den Bedingungen der basekatalysierten C[DOUBLE BOND]C-Isomerisierung. Als Intermediate treten wahrscheinlich β-Aminocarbonylverbindungen 2 auf, die durch eine neuartige Variante der intramolekularen Mannich-Reaktion gebildet werden.

    14. Torandsynthese durch Trimerisierung — neue Rezeptoren für Guanidinium (pages 931–933)

      Prof. Thomas W. Bell and Jia Liu

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020820

      Das größte bisher bekannte Cycloarenderivat, der Torand 1, ist durch CsOH-vermittelte Cyclotrimerisierung überraschend gut zugänglich. 1 liegt nach Macromodel-Rechnungen fast planar vor und bindet Guanidinium unter Bildung von sechs nahezu idealen Wasserstoffbrücken bei nur geringer Konformationsänderung: Die UV-Spektren des Torands und seines Guanidinium-Komplexes stimmen nahezu überein.

    15. Korrelationen zwischen Magnetismus und Struktur in zweikernigen CuIIFeIII-Komplexen mit EPR-Signalen von ganzzahligem Spin (pages 933–935)

      Theodore R. Holman, Kevin A. Andersen, Prof. Oren P. Anderson, Michael P. Hendrich, Carlos Juarez-Garcia, Prof. Eckard Münck and Prof. Lawrence Que Jr.

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020821

      Antiferromagnetisch bzw. ferromagnetisch gekoppelt sind das FeIII- und das CuII-Atom in den unten schematisch dargestellten Komplexen 1 und 2. Dieser Unterschied in der Kopplungswechselwirkung kann am bestem mit der Orientierung des für den Magnetismus zuständigen Orbitals am CuII relativ zum verbrückenden Phenolat-O-Atom in Einklang gebracht werden. L = 2,6-bis-[(bis(2-pyridylmethyl)amino)methyl)]-4-methylphenol.

    16. Neuartige Platinkomplexe ermöglichen selektive C-H- und C-Si-Aktivierung von Tetramethylsilan bei Raumtemperatur (pages 935–938)

      Prof. Dr. Peter Hofmann, Helmut Heiß, Peter Neiteler, Prof. Dr. Gerhard Müller and Joachim Lachmann

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020822

      Keine C-H-Aktivierung von Benzol, aber eine selektive C-Si-Aktivierung von Tetramethylsilan (TMS) charakterisiert die Reaktivität des koordinativ und elektronisch hochungesättigten, „heißen” Pt0-Komplexes 2, der aus dem cis-Hydridoneopentyl-Komplex 1 bei Raumtemperatur durch Eliminierung von Neopentan entsteht. 2 kann durch Abfangreaktionen nachgewiesen werden; mit TMS entsteht bei Raumtemperatur quantitativ der Methyl(trimethylsilyl)-komplex 3, der auch durch intramolekulare Umlagerung des unabhängig synthetisierten Hydridokomplexes 4 gebildet wird.

    17. Oxidative Addition von Phosphor-Yliden an Ru3(CO)12 (pages 938–939)

      Dr. D. Scott Bohle, Daniel Heineke, Prof. Antonio Tiripicchio, Prof. Marisa Tiripicchio Camellini and Prof. Dr. Heinrich Vahrenkamp

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020823

      Der Ru3C-Cluster 1 mit einem C-gebundenen Phosphan-Liganden ist das Endprodukt der Umsetzung von Ph3P [DOUBLE BOND] CH2 mit Ru3(CO)12. Dieser Cluster konnte ebenso wie ein als Zwischenstufe isolierbares Phosphonioenolat strukturell charakterisiert werden. Die Bildung von 1 vollendet die Nutzung aller Methan-H-Atome in der Sequenz CH4 [RIGHTWARDS ARROW] CH3I [RIGHTWARDS ARROW] CH2 = PPh3 [RIGHTWARDS ARROW] 1.

    18. Funktionelle tetraedrische Zinkkomplexe (pages 939–941)

      Ralf Alsfasser, Dr. Anne K. Powell and Prof. Dr. Heinrich Vahrenkamp

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020824

      Eine hydrophobe Tasche bilden die Reste R (Ph, tBu) in den Zinkverbindungen L3Zn-X 1, X = NOmath image, CHmath image und C2H5S. Über das vermutlich intermediäre Kation mit X = H2O entstand durch Hydrolyse der erste eindeutig charakterisierte Hydoxokomplex des Zinks [L3Zn-OH-ZnL3] (ClO4)3, L = tert-Butylpyrazol-Anion. In den vier Komplexen wird bezüglich des Liganden X die ganze hart/weich-Skala überstrichen. Strukturelle Verwandschaften zu den aktiven Zentren zinkhaltiger Enzyme lassen sich konstatieren.

    19. Ytterbium(II)-benzamidinate, eine neue Klasse hochreaktiver Lanthanoid(II)-Komplexe (pages 941–943)

      Michael Wedler, Dr. Mathias Noltemeyer, Ursula Pieper, Hans-Georg Schmidt, Dr. Dietmar Stalke and Dr. Frank T. Edelmann

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020825

      Durch gute Löslichkeit und hohe Reaktivität zeichnen sich die leicht zugänglichen Ytterbiumbenzamidinate 1 (R = H, OMe) aus. Ihre starke Reduktionswirkung läßt sich zur Darstellung neuartiger Lanthanoid(III)-Komplexe mit „weichen” Chalcogenolatoliganden ausnutzen.

    20. Das erste verklammerte und stark deformierte Adamantan (pages 943–945)

      Prof. Dr. Fritz Vögtle, Joachim Dohm and Dr. Kari Rissanen

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020826

      Als universeller Baustein zum Ersatz von Benzolringen in gespannten Ringverbindungen bietet sich Adamantan an. Dies ist das Resultat der. Synthese des „Adamantanophans” 1, dessen Bindungswinkel und -längen sich nach einer Röntgenstrukturanalyse beträchtlich von denen des freien Adamantans unterscheiden. Eines der beiden intraanularen aliphatischen Wasserstoffatome (H′i) taucht tief in die π-Elektronensphäre des wannenförmig deformierten Benzolrings ein und ist daher stark hochfeldverschoben (δ = −0.10!).

    21. Niedrigdimensionale Polychalcogenid-Verbindungen: Die ungewöhnlichen Strukturen von [AuSe5]math image und [AuSe13]math image (pages 945–947)

      Younbong Park and Prof. Mercouri G. Kanatzidis

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020827

      Mit kurzen Au ⃛Au-Kontakten von 2.9 Å bietet die „dimere” Struktur des polymeren [AuSe5]-Anions 1 in KAuSe5 ein weiteres Beispiel für d10-d10-Wechselwirkungen im Festkörper. KAuSe5 entsteht in Form rotbrauner, nadelförmiger Kristalle aus einer Polychalcogenid-Schmelze (K2Se:Au:Se = 2:1:8); wird der K2Se-Anteil auf 1.8 erniedrigt, so bildet sich K3AuSe13.

    22. Hydrogenobyrinsäure: Zur Gewinnung, Biosynthese und Funktion (pages 947–949)

      Dr. Francis Blanche, Denis Thibaut, Denise Frechet, Marc Vuilhorgne, Dr. Joel Crouzet, Béatrice Cameron, Kersten Hlineny, Ute Traub-Eberhard, Maureen Zboron and Dr. Gerhard Müller

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020828

      Das cobaltfreie Analogon des Vitamin-B12-Grundkörpers Corbyrinsäure, die Hydrogenobyrinsäure 1 (R = H, X = H), ist durch ein biosynthetisches Verfahren verfügbar geworden. Hierdurch eröffnen sich neue Möglichkeiten für Studien zur Biosynthese von 1 und 2 sowie zu deren Chemie. Über erste Untersuchungen zur Biosynthese und Funktion von 1 wird berichtet; eine komplette Zuordnung der 1H- und 13C-NMR-Signale von 1 ist angegeben.

    23. CsNa2(OH)3·6H2O: Strukturelle Differenzierung im Hydrat eines ternären Alkalimetallhydroxids (pages 949–950)

      Prof. Dr. Dietrich Mootz and Heinz Rütter

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020829

      Differenzierung sowohl zwischen den verschieden großen Kationen als auch zwischen den H2O-Molekülen und OH-Ionen prägt die Kristallstruktur von CsNa2(OH)3 · 6H2O (rechts: Zentralprojektion gegen die b-Achse). Die Na-Ionen sind verzerrt oktaedrisch von sechs H2O-Molekülen koordiniert. Die Oktaeder sind dann über gemeinsame Flächen zu Säulen verknüpft, die nach dem Muster einer dichtesten Packung zylindrischer Stäbe angeordnet und über ein komplexes System von Wasserstoffbrücken verbunden sind.

    24. Heteronucleare X-Y-Spinentkopplung in der hochauflösenden NMR-Spektroskopie anorganischer Festkörper (pages 950–951)

      Robert Maxwell, David Lathrop, Deanna Franke and Prof. Dr. Hellmut Eckert

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020830

      31P-Spinentkopplung in der 113Cd- und 77Se-NMR-Spektroskopie führt zu erheblicher Signalverschärfung, wie am Beispiel des Halbleiters CdGeP2 und des Ionenleiters Ag7PSe6 demonstriert werden konnte. Probenrotation unter dem magischen Winkel (MAS) und gleichzeitige Einstrahlung der 31P-Resonanzfrequenz ergab für CdGeP2 das rechts abgebildete hochaufgelöste 113Cd-NMR-Spektrum.

    25. Synthese und Struktur von cis-[Pd(C6F5)2(C6H5CH2NMe2)], einer intramolekularen Koordinationsverbindung mit einem ungewöhnlichen η1-Aren-Liganden (pages 952–953)

      Dr. Larry R. Falvello, Prof. Juan Forniés, Dr. Rafael Navarro, Dr. Violeta Sicilia and Dr. Milagros Tomás

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020831

      Benzyldimethylamin als C,N-Chelatligand, bei dem obendrein der Phenylring η1-koordiniert ist, das ist das überraschende Detail der Struktur des Titelkomplexes (rechts: Ausschnitt ohne C6F5-Liganden). Der Pd-C7-Abstand ist mit 2.335(7) Å größer als eine Pd-C-σ-Bindung, aber kleiner als die in einem η2-Aren-Pd-Komplex. Trotz η1-Koordination ist der Phenylring planar, und alle C-C-Bindungslängen und C-C-C-Winkel sind gleich. Möglicherweise hat der Komplex Modellcharakter für Zwischenstufen bei Orthometallierungen.

    26. Biomimetische Katalyse einer SN2-Reaktion als Folge einer neuartigen Übergangszustandsstabilisierung (pages 953–956)

      Dr. David A. Stauffer, Richard E. Barrans Jr. and Prof. Dr. Dennis A. Dougherty

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020832

      Eine Kation-π-Elektronen-Wechselwirkung ist der wesentliche Faktor der Stabilisierung des Übergangszustands bei der Methylierung von Chinolin (und verwandten Basen) mit Methyliodid durch eine Käfig-Wirtverbindung (siehe Bild rechts). Die Stabilisierung hat einen katalytischen Effekt zur Folge:. In Gegenwart des Wirts ist die Reaktion um den Faktor 100 beschleunigt. Das System bietet ein primitives Modell der enzymatischen Methylierung.

    27. Die Azid-Homologen Et-PPP und Ph-AsAsAs als bifacial koordinierte Liganden in Tripod-Cobaltkomplexen: Synthese, Struktur und Moleküldynamik (pages 956–958)

      Annette Barth, Prof. Dr. Gottfried Huttner, Martin Fritz and Dr. Laszlo Zsolnai

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020833

      Wie soll man sie nennen, die höheren Homologen von Aziden: Phosphide und Arside? Wohl kaum, aber selbst die 1990er Empfehlungen der Anorganik-IUPAC-Regeln helfen hier nicht weiter. Die Forschung ist der sprachlichen Kanonisierung häufig einen Schritt voraus, wie die Synthesen des PhAs3-Komplexkations 1 und eines EtP3-Analogons zeigen. 1 bildet sich bei der Umsetzung von Co(BF4)2 · 6H2O mit PhAsH2 in Gegenwart von H3CC(CH2PPh2)3(=L) und kann als BFmath image-Salz (schwarzgrüne Kristalle) isoliert werden.

    28. Ein 1,6-Diphospha-1,2,4,5-hexatetraen, Synthese und Ringschlußreaktionen zu Cyclobutenen (pages 958–960)

      Prof. Dr. Gottfried Märkl, Peter Kreitmeier, Prof. Dr. Heinrich Nöth and Dr. Kurt Polborn

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020834

      Durch oxidative Kupplung des lithiierten Allens 1 entsteht die Titelverbindung 2 in mehreren stereoisomeren Formen. Eine cyclisiert rasch in einem conrotatorischen Ringschluß zu 3, eine andere langsam zu 4, das durch eine Röntgenstrukturanalyse charakterisiert wurde. Aryl = 2,4,6-tBu3C6H2.

    29. Überraschende Basizität einiger Carbonyl(fluoro)übergangsmetall-Komplexe mit Metallen in niedrigen Oxidationsstufen; kristallographische Charakterisierung einer sp2-CH ⃛F-Wasserstoffbrückenbindung (pages 960–961)

      Dr. Carolyn E. Osterberg, Dr. Margaret A. King, Dr. Atta M. Arif and Prof. Thomas G. Richmond

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020835

      Molekulare Erkennung mit Übergangsmetallkomplexen unter Ausnutzung von C-H ⃛F-M- und/oder O-H ⃛F-M-Wasserstoffbrückenbindungen zu realisieren — dieses Ziel rückt der Befund näher, der bei dem WII-Komplex 1 beobachtet wurde: 1 erwies sich als überraschend starke Lewis-Base, die 4-Chlorphenol ähnlich gut bindet wie Pyridin. Die Packung eines im Arylring fluorierten Analogons von 1 im Festkörper wird durch Wasserstoffbrückenbindungen zwischen Imin-CH und Fluoroliganden geprägt.

    30. Anwendung der kombinierten ab-initio/IGLO/NMR-Methode zur Klärung der Struktur von B6H12 (pages 962–964)

      Michael Bühl and Prof. Dr. Paul von Ragué Schleyer

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020836

      Was ist richtig, das Experiment oder die Rechnung? — das ist immer häufiger die Frage. Die MP2/6–31G*-optimierte Struktur von B6H121 und nicht die durch Gasphasen-Elektronenbeugung (GED) bestimmte Struktur liefert eine ausgezeichnete Übereinstimmung zwischen berechneten (IGLO) und experimentellen 11B-NMR-chemischen Verschiebungen. Wahrscheinlich wurde in der GED-Verfeinerung nicht die beste Struktur gefunden. Das gleiche könnte auch bei Rechnungen passieren.

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    1. Correspondenz (page 968)

      D. S. Bohle and H. Vahrenkamp

      Version of Record online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19901020842

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