Angewandte Chemie

Cover image for Angewandte Chemie

Februar 1991

Volume 103, Issue 2

Pages cpi–fmi, A35–A42, 117–222

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Neue Bücher
    9. Berichtigungen
    1. Titelbild (page cpi)

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030201

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Neue Bücher
    9. Berichtigungen
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030202

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Neue Bücher
    9. Berichtigungen
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages A35–A42)

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030203

  4. Aufsätze

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Neue Bücher
    9. Berichtigungen
    1. Auf dem Weg zur chemischen Synthese von Proteinen (pages 117–133)

      Prof. Dr. Ernst Bayer

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030204

      Eine erfolgversprechende Festphasensynthese von großen Peptiden und Proteinen erfordert unter anderem das richtige Trägermaterial. Mit den druckstabilen, monodispersen Pfropfcopolymeren aus Polystyrol und Polyethylenglycol fanden E. Bayer et al. ein Trägermaterial, das die Vorteile der Fest- und der Flüssigphasensynthese vereint und für Synthesen im kontinuierlichen Durchfluß geeignet ist. Sie nutzten diese „Tentakelpolymere” (elektronenmikrospische Aufnahme rechts) bereits für die Synthese von Proteinen mit bis zu 120 Aminosäuren.

    2. Moose, eine Quelle biologisch aktiver Naturstoffe? (pages 134–151)

      Prof. Dr. Hans Dietmar Zinsmeister, Prof. Dr. Hans Becker and Prof. Dr. Theophil Eicher

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030205

      Eine Fülle von Sekundärmetaboliten mit teilweise beachtlichen biologischen Aktivitäten wurde im letzten Jahrzehnt durch Anwendung moderner analytischer Methoden und biotechnologischer Produktionsverfahren aus Moosen isoliert und anschließend im Labor synthetisiert. Die biologischen Wirkungen reichen von cytotoxisch und cardiotonisch bis antiinflammatorisch und fungizid. Das zu den phenolischen Inhaltsstoffen zählende Marchantin A 1 beispielsweise weist eine beachtliche antibakterielle Wirkung auf.

    3. Bioanorganische Chemie des Vanadiums (pages 152–172)

      Prof. Dr. Dieter Rehder

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030206

      Vanadium kann in anionischer und kationischer Form biologisch wirksam sein. So greift Vanadat(V) als Phosphat-Antagonist in dessen Stoffwechsel ein, während z. B. VOmath image wie ein Übergangsmetall-Ion mit biogenen Liganden, auch Proteinen, in Wechselwirkung tritt. Vanadium als Bestandteil der aktiven Zentren von Enzymen hat den Bioanorganiker zur Synthese struktureller und funktioneller Modellkomplexe angeregt. So kann der gemischtvalente, sechskernige V-Carboxylat-komplex 1 als Modell des aktiven Zentrums von Haloperoxidasen mariner Braunalgen aufgefaßt werden.

  5. Highlights

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Neue Bücher
    9. Berichtigungen
    1. Hochreduzierte Metallcarbonyle (pages 173–174)

      Prof. Dr. Wolfgang Beck

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030207

      Carbonylmetallate enthalten Metalle mit formal negativen Oxidationszahlen - das ist seit den Tagen Walter Hiebers bekannt. Gleichwohl galt ein Ion wie [Cr(CO)4]4⊖, das Chrom(-IV) enthält, für nicht zugänglich, obwohl es der 18e-Regel gehorcht. Durch die Arbeiten von John E. Ellis et al. (siehe auch S. 196 in diesem Heft) wurde die Palette einkerniger Metallcarbonyle jedoch nicht nur um diesen Farbtupfer bereichert. Mit [M(CO)6]2⊖, M = Ti, Zr, Hf, sowie [M(CO)5]3⊖, M = V, Nb, Ta, wurden weitere Lücken systematisch geschlossen. Die hochreduzierten Metallcarbonyle sind nicht nur bindungstheoretisch sehr interessant, sie lassen sich auch für Synthesen von Mehrkern-Komplexen nutzen.

    2. Ultramikroelektroden - eine neue Dimension der Elektrochemie? (pages 175–177)

      Prof. Dr. Jürgen Heinze

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030208

      Nicht nur quantitative, sondern auch ungewöhnliche qualitative Effekte zieht die drastische Verkleinerung der Elektrodenfläche nach sich. Man spricht von Ultramikroelektroden, wenn in der Zeitskala des Experimentes die an sich schon kleine Diffusionsschicht größer wird als die charakteristische Dimension der Elektrode. Liegt bei Makroelektroden ein planares Diffusionsfeld vor, so hat man bei Mikroelektroden je nach Typ ein (hemi)zylindrisches oder (hemi)sphärisches Diffusionsfeld (siehe Bild). N. S. Lewis et al. ist nun bei der weiteren Miniaturisierung von Mikroelektroden ein Durchbruch gelungen; sie konnten sogenannte Nanoden aus Platten mit Radien bis zu 1 nm herstellen.

  6. Zuschriften

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Neue Bücher
    9. Berichtigungen
    1. β-Lithioketoenolate: Erzeugung und Reaktionen mit Elektrophilen (pages 178–179)

      Hiroyuki Nakahira, Dr. Ilhyong Ryu, Masanobu Ikebe, Dr. Nobuaki Kambe and Prof. Dr. Noboru Sonoda

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030209

      Deprotonierung und Sn/Li-Austausch ermöglichen die Umwandlung der Ketone 1 in die Titelverbindungen 2, die sich als äußerst nützliche Synthesezwischenstufen erwiesen haben. Sie reagieren als α,β-Dianionen von Ketonen mit Elektrophilen, wobei nacheinander mit zwei verschiedenen Elektrophilen umgesetzt werden kann.

    2. Doppelte Stereodifferenzierung bei Glycosidverknüpfungen; die Bildung ungleichsinniger (“mismatched”) Donor/Acceptor-Paare, ein bislang unberücksichtigter Faktor zur Beeinflussung des α/β-Verhältnisses bei der Glycosidsynthese (pages 179–182)

      Drs. Nynke M. Spijker and Dr. Constant A. A. van Boeckel

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030210

      Die beiden enantiomeren Glycosyldonoren 1 und 2 wurden mit dem Glycosylacceptor 3 unter gleichen Bedingungen verknüpft. Im ersten Falle entstand das entsprechende Disaccharid mit einem α/β-Verhältnis von 2:1, im zweiten Fall mit einem von 1:8.4. Dieses und weitere Experimente zeigen, daß das stereochemische Ergebnis bei Glycosidierungen stark durch ungünstige sterische Wechselwirkungen - Bildung von „matched”- oder „mismatched”-Paaren - zwischen Glycosyldonor und -acceptor beeinflußt werden kann.

    3. K2[Al12iBu12] mit Al12-Ikosaeder (pages 182–183)

      Dr. Wolfgang Hiller, Karl-Wilhelm Klinkhammer, Dr. Werner Uhl and Jürgen Wagner

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030211

      Das dem [B12H12]2⊖-Ion entsprechende [Al12iBu12]2⊖-Ion läßt sich als K2-Salz in geringer Ausbeute mit Toluol aus den in Hexan unlöslichen Produkten der Reduktion von Chlordiisobutylaluminium mit Kalium extrahieren. Es kristallisiert in Form dunkelroter Oktaeder und verfügt über ein ikosaedrisches Al12-Gerüst (das Bild rechts gibt einen Ausschnitt aus der Struktur wieder).

    4. Alkyl- und Arylrheniumtrioxide (pages 183–185)

      Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Prof. Dr. Carlos C. Romao, Richard W. Fischer, Paul Kiprof and Dr. Claude de Meric de Bellefon

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030212

      Thermisch überraschend beständig sind die Ethyl-, Isobutyl-, Silaneopentyl- und Phenylkomplexe 1-4. Die bei Raumtemperatur farblosen, sehr flüchtigen Flüssigkeiten und Feststoffe bilden sich in einem verallgemeinerungsfähigen Verfahren nach Gleichung (a).

    5. Lumineszenzeigenschaften von Eu3⊕- und Tb3⊕- Komplexen verzweigter makrocyclischer Liganden mit vier 2,2′-Bipyridineinheiten (pages 186–187)

      Prof. Dr. Vincenzo Balzani, Prof. Dr. Jean-Marie Lehn, Dr. Jan van de Loosdrecht, Dr. Andrea Mecati, Prof. Dr. Nanda Sabbatini and Dr. Raymond Ziessel

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030213

      Lumineszenzmarker für biologische Anwendungen müssen in wäßrigen Systemen eine hohe Lumineszenzlebensdauer und -quantenausbeute aufweisen. Der Ligand 1 bildet mit Eu3⊕ Komplexe, die den Anforderungen gerecht werden. Das Lanthanoid-Ion wird vom Makrocyclus eingeschlossen und von den beiden zusätzlichen bpy-„Schwenkarmen” regelrecht verkapselt. Die Effizienz des Energietransfers vom Liganden zum Metall-Ion ist dadurch optimal, und Wassermoleküle können den angeregten Zustand von letzterem nicht desaktivieren.

    6. Synthese von 2,3-Epoxy-2,3-dihydro-2,3-dimethylbenzo[b]furan, dem vermutlich ultimalen Mutagen von Benzofurandioxetanen (pages 187–189)

      Prof. Dr. Waldemar Adam, Dr. Lazaros Hadjiarapoglou, Dr. Thomas Mosandl, Dr. Chantu R. Saha-Möller and Dr. Dieter Wild

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030214

      Dioxetane können Vorstufen für mutagene Epoxide sein - diese provokative Hypothese ist das Ergebnis der vorliegenden Studie. Epoxidierung der Benzofurane 1 mit Dimethyldioxiran und Desoxygenierung der Benzofurandioxetane 3 mit Dimethylsulfid ermöglichte erstmalig die Synthese von labilen Furanepoxiden 2. Die Verbindungen 2 und 3 sind stark mutagen im Histidin-auxotrophen Salmonella typhimurium Stamm TA 100. X = H, Ac.

    7. Das Diels-Alder-Dimer von 6-Hydroxy-2,6-dimethylcyclohexa-2,4-dienon, ein ungewöhnlicher Metabolit beim bakteriellen Abbau von 2,6-Xylenol (pages 189–190)

      Prof. Dr. Helmut Kneifel, Carmen Poszich-Buscher, Susanne Rittich and Prof. Dr. Eberhard Breitmaier

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030215

      Entgegen der Erwartung ist auch 2,6-Xylenol 1 mikrobiell abbaubar. Als Abbauprodukt wurde unter anderem 2, das Diels-Alder-Dimer von 6-Hydroxy-2,6-dimethylcyclohexa-2,4-dienon, identifiziert. Die ortho-Hydroxylierung eines 2,6-disubstituierten Phenols wurde damit erstmals in der Natur nachgewiesen.

    8. Eine gemischtvalenter fünfkerniger Gold-Komplex mit einer linearen Aumath image-Kette (pages 190–191)

      Prof. Dr. Rafael Usón, Dr. Antonio Laguna, Dr. Mariano Laguna, Josefina Jiménez and Prof. Dr. Peter G. Jones

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030216

      AuII-AuII-AuI-AuII-AuII ist die wahrscheinlichste Verteilung der Oxidationszahlen in 3, das unerwartet gemäß Gleichung (a) aus dem AuII-Komplex 1 und dem AuIII-Komplex 2 entsteht. Alle Au-Zentren des Kations in 3 sind quadratisch planar koordiniert. R = C6F5.

    9. Synthese von nicht stabilisierten Phosphaalkinen durch HCl-Eliminierung in einer Vakuum-Gas-Feststoff-Reaktion (pages 191–193)

      Dr. J. C. Guillemin, T. Janati, Dr. P. Guenot, Dr. P. Savignac and Dr. J. M. Denis

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030217

      Als Edukte der Wahl für die Synthese der nicht stabilisierten Phosphaalkine 3 erwiesen sich die (Dichloralkyl)phosphane 2. Sie wurden durch Reduktion der Phosphonate 1 mit AlHCl2 hergestellt und über 230-350 °C heißem K2CO3 in der Gasphase dehydrohalogeniert. Die einfachen Phosphaalkine 3 sind in THF auch bei Raumtemperatur mehrere Stunden bis Tage stabil - das hatte wohl keiner erwartet. R = H, Me, Et,nBu, Me3Si.

    10. Triisopropylamin, ein sterisch überfülltes Molekül mit eingeebneter NC3-Pyramide und einem p-Typ-Stickstoffelektronenpaar (pages 193–196)

      Prof. Dr. Hans Bock, Ilka Göbel, Dr. Zdenek Havlas, Siegfried Liedle and Prof. Dr. Heinz Oberhammer

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030218

      Eine extrem niedrige erste Ionisierungsenergie, eine reversible Oxidierbarkeit und im Radikalkation ein N-lokalisiertes ungepaartes Elektron kennzeichnen Triisopropylamin. Die aus diesen Befunden gefolgerte und durch quantenchemische Berechnungen gestützte Struktur mit eingeebneter NX3-Pyramide wird durch Elektronenbeugung in der Gasphase bestätigt: Der C[BOND]N[BOND]C-Winkel beträgt 119.2°!

    11. Achtfach koordinierte Metallcarbonyle mit ausschließlich einzähnigen Liganden: Synthese und Struktur von [nPr4N]2[(Ph3Sn)4M(CO)4], M = Zr, Hf (pages 196–197)

      Prof. Dr. John E. Ellis, Kai-Ming Chi, Anthony-J. Dimaio, Scott R. Frerichs, Jason R. Stenzel, Prof. Dr. Arnold L. Rheingold and Brian S. Haggerty

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030219

      Zwei einander durchdringende Tetraeder aus Carbonyl- und Triphenylstannylgruppen bilden die hochsymmetrische dodecaedrische Koordinationssphäre des Zr-Atoms im komplexen Dianion [(Ph3Sn)4Zr(CO)4]2⊖ (Strukturbild rechts ohne Ph-Gruppen der Ph3Sn-Substituenten). Erstaunlich ist die thermische Stabilität dieses nur durch einzähnige Liganden stabilisierten hochreduzierten Carbonylkomplexes: Tetraalkylammoniumsalze dieses Dianions zersetzen sich erst oberhalb 150 °C!

    12. Synthese eines stark amphoteren s-Indaceno-[1,2,3-cd:5,6,7-c′d′]diphenalens: Wechsel zwischen Diatropie und Paratropie in Abhängigkeit vom Oxidationszustand (pages 198–199)

      Prof. Dr. Ichiro Murata, Shigeru Sasaki, Dr. Kay-Uwe Klabunde, Dr. Jiro Toyoda and Prof. Dr. Kazuhiro Nakasuji

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030220

      Trotz der Abschirmung durch zwei negative Ladungen erscheinen die Resonanzsignale von H1, H7, H9 und H15 des Dianions von 1 im 1H-NMR-Spektrum bei tieferem Feld als die des entsprechenden Dikations. Dieses Verhalten läßt sich auf der Basis von HMO-Rechnungen verstehen, die für 12⊖ diamagnetische Ringströme entlang der Molekülperipherie, für 12⊕ dagegen schwache paramagnetische Ringströme an der zentralen s-Indacen-Einheit und den terminalen Benzolringen vorhersagen.

    13. Tetra-tert-butyltetraboratetrahedran (pages 199–200)

      Theo Mennekes, Prof. Dr. Peter Paetzold, Dr. Roland Boese and Dieter Bläser

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030221

      B4tBu4 wurde durch Reduktion von tBuBF2 mit Na/K-Legierung synthetisiert. Eine Röntgenstrukturanalyse ergab eine Tetrahedranstruktur (siehe Bild), deren B4C4-Gerüst nur geringfügig vom idealen Tetraeder abweicht. Trotz gespannter B-B-Bindungen und relativ geringer sterischer Abschirmung des B4-Gerüsts - dieses ist größer als das C4-Gerüst in C4tBu4 - ist diese Organobor-Verbindung erstaunlich inert.

    14. closo-Azadodecaboran NB11H12 (page 201)

      Jens Müller, Dr. Jan Runsink and Prof. Dr. Peter Paetzold

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030222

      Ein sechsfach koordiniertes Stickstoffatom im Gerüst von closo-Azadodecaboran(12) 1 wurde durch NMR-Spektroskopie nachgewiesen. Das Ikosaeder wurde aus nido-Azaundecaboran(13) und BH3 über die zu 1 konjugierte Base aufgebaut.

    15. Radikalkationensalze von 1,3,6,8-Tetrakis(methylthio)pyren, neue, leicht zugängliche Verbindungen mit hoher elektrischer Leitfähigkeit und hervorragender Stabilität (pages 201–203)

      Dr. Gerhard Heywang and Dr. Sigmar Roth

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030223

      Einer der besten eindimensionalen, niedermolekularen organischen Leiter ist das Perchlorat 1 (σ ⩽ 677 S cm−1). Das entsprechende Triiodid hat eine schwach ausgeprägte metallische Leitfähigkeit; der Isolatorübergang bei 45 K ist deutlich niedriger als bei TTF-TCNQ. Der Donor 1,3,6,8-Tetrakis(methylthio)pyren läßt sich leicht in größeren Mengen synthetisieren.

    16. [AsvVmath imageVmath imageO40]7⊖, ein topologisch interessanter, gemischtvalenter Cluster als Modell für Verwitterungsmineralien des Vanadiums (pages 203–205)

      Prof. Dr. Achim Müller, Joachim Döring, Doz. Dr. M. Ishaque Khan and Volker Wittneben

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030224

      Ein überraschend geringes VIV/VV-Verhältnis weist das Cluster-Anion in 1 auf. Seine Struktur (Bild rechts; V schwarze, As schattierte, O leere Kreise) läßt sich durch eine {AsV12O38}-Basiseinheit mit Oh-Symmetrie beschreiben. Sie wird aus zwölf kantenverknüpften VO6-Oktaedern gebildet, die über Flächen mit einem zentralen AsO6-Oktaeder verbunden sind. Zwei zusätzliche V = O-Gruppen sind über den Spitzen des AsO6-Oktaeders plaziert.

      • equation image
    17. Funktionelle Modelle von Ni, Fe-Hydrogenasen: Ein Nickelkomplex mit einer N, O, S-Koordination (pages 205–207)

      Prof. Marc Zimmer, Gayle Schulte, Xiao-Liang Luo and Prof. Dr. Robert H. Crabtree

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030225

      Oktaedrisch im Kristall und in Lösung vermutlich planar-quadratisch koordiniert ist das Zentralmetall im NiII-Thiosemicarbazon-Komplexkation 1. Durch das „Abdissoziieren” der Phenolgruppen entfaltet 1 Hydrogenase-artige Aktivität. Wird 1-Cl2 in EtOH gelöst und mit D2 begast, so findet mit einer Umsatzzahl von 7.5 ein H/D-Austausch statt, eine Reaktion, die der Aktivierung von H2 entspricht.

    18. Eine kurze und flexible enantioselektive Synthese der Didemnenone (pages 207–208)

      Heike Bauermeister, Dr. Hartmut Riechers, Priv.-Doz. Dr. Dietmar Schomburg, Dr. Peter Washausen and Prof. Dr. Ekkehard Winterfeldt

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030226

      Durch einfache Variation der Eliminierungsbedingungen lassen sich aus 1 die ungesättigten Lactone 2(R = CH [DOUBLE BOND] CH2, R′ = H) oder 2′(R = H, R′ = CH [DOUBLE BOND] CH2) herstellen. Die Reduktion von 2 liefert nach Abspaltung der Schutzgruppen das naturstoffidentische Gemisch der epimeren Lactole 3a (X = α-OH) und 3b (X = β-OH), während aus 2′ die entsprechenden „isomeren” Didemnenone entstehen. R” = SitBuMe2.

    19. Ein Cp2Zr-Komplex eines Phosphaalkin-Dimers als Edukt in der Synthese cyclischer Phosphorverbindungen (pages 208–211)

      Prof. Dr. Paul Binger, Thomas Wettling, Ronald Schneider, Dr. Frank Zurmühlen, Uwe Bergsträßer, Jürgen Hoffmann, Prof. Dr. Gerhard Maas and Prof. Dr. Manfred Regitz

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030227

      Die Trihalogentriphosphabicyclo[1.1.1]pentane 2 entstehen bei der Umsetzung des 1,3-Diphosphabicyclo[1.1.0]butan-Komplexes 1 mit Phosphorhalogeniden. Das tricyclische Grundgerüst von 1 bleibt hier nicht erhalten, da die Reaktion unter Spaltung der P-P-Brücke verläuft. Der Zirconiumkomplex 1 eröffnet darüber hinaus durch gezielte Eliminierungsreaktionen einen Zugang zu bi- und tricyclischen Phosphorverbindungen sowie zu 1,3-Diphosphetanen und 1,2-Dihydro-1,2-diphospheten.

    20. Biogenese des Kohlenstoffgerüsts von Glycerinopyrin: Ein neuartiger Biosyntheseweg für Pyrrole (pages 211–213)

      Monika Schönewolf and Dr. Jürgen Rohr

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030228

      Ein Ringschluß der Aminosäure Leucin 1 und ihre Veresterung mit Glycerin 2 ist die neuartige Biogenese zum Naturstoff Glycerinopyrin 3. Ein Methyl-verzweigter fünfgliedriger Stickstoff-Heterocyclus wie in 3 findet sich in der Natur sonst nur noch ohne die N-Hydroxygruppe in einem Ameisenpheromon, das vermutlich auf dieselbe Weise gebildet wird. Dieser neuartige Biosyntheseweg von Pyrrolen, den „Pigmenten des Lebens”, ist von großem biochemischem Interesse.

    21. Chelatkomplexe mit Triisocyanid-Liganden (pages 213–215)

      Priv.-Doz. Dr. F. Ekkehardt Hahn and Matthias Tamm

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030229

      Isocyanide und Chelatkomplexe haben medizinische Bedeutung. Chelatkomplexe mit Di- und Triisocyaniden konnten jedoch bisher wegen der zu hohen Ringspannung, die aus der nahezu linearen M[BOND]C[TRIPLE BOND]N[BOND]R-Einheit resultiert, nicht hergestellt werden. Mit den neuen Triisocyanid-Liganden (L) 1 und N(CH2CH2CH2NC)3 konnten nun leicht verzerrt oktaedrische Komplexe des Typs [(L)M(CO)3] (M = Cr, Mo, W) erhalten werden.

    22. syn-Sesqui- und -Sesterbenzobicyclo[2.2.2]octen, Moleküle mit gestapelten Benzolringen (pages 215–217)

      Prof. Dr. Wolfram Grimme, Dr. Heinz Theo Kämmerling, Dr. Johann Lex, Prof. Dr. Rolf Gleiter, Prof. Dr. Jürgen Heinze and Michael Dietrich

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030230

      Molekulare Modelle für leitfähige organische Kristalle mit gestapelten π-Systemen sind syn-Sesqui- und -Sesterbenzobicyclo[2.2.2]octen (Struktur von letztgenanntem im Bild rechts) und ihre noch nicht synthetisierten höheren Homologen. Die Entfernungen zwischen den Benzolringen sind kürzer als die van-der-Waals-Abstände, so daß durch Überlappung der Benzol-π-Orbitale ausgedehnte Molekülorbitale entstehen.

    23. Li4[FeN2]: Ein Nitridoferrat(II) mit CO2-isosteren Anionen [FeN2]4⊖, eine Defektvariante des Li3N-Strukturtyps (pages 217–218)

      Axel Gudat, Prof. Dr. Rüdiger Kniep and Prof. Dr. Albrecht Rabenau

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030231

      Der kontinuierliche Platzwechsel der Eisenatome in Mischkristallphasen der Zusammensetzung Li4Fe1.04N2 unter Erhaltung der leicht gewellten Li2N-Schichten führt in einer topotaktischen Reaktion zur Bildung von Li4[FeN2]. Dieses vermutlich metastabile Nitridoferrat(II) ist eines der wenigen bisher bekannten Nitridoferrate. Li4[FeN2] kristallisiert in einer Defektvariante der Li3N-Struktur (Li2Fe0.50.5N), wobei Li2N-Schichten über linear koordinierte FeII-Zentren verknüpft werden.

  7. Neue Bücher

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Neue Bücher
    9. Berichtigungen
  8. Berichtigungen

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Neue Bücher
    9. Berichtigungen
    1. You have free access to this content
      Berichtigungen (page 222)

      Version of Record online: 24 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030236

SEARCH

SEARCH BY CITATION