Angewandte Chemie

Cover image for Angewandte Chemie

Juni 1991

Volume 103, Issue 6

Pages i–i, fmi–fmi, A185–A191, 629–740

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Titelbild (page i)

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030601

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030602

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages A185–A191)

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030603

  4. Aufsätze

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Chemisch modifizierte Oligonucleotide als Sonden und Agentien (pages 629–646)

      Dr. Uwe Englisch and Dr. Dieter H. Gauss

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030604

      Drei Arten von Anwendungsmöglichkeiten stehen abgewandelten Oligonucleotiden im Prinzip offen: der Nachweis komplementärer Sequenzen, die Inhibierung sowie die Nutzung als Enzym- und Substrat-Analoga. So läßt sich prüfen, ob und wo eine Messenger-RNA oder ein entsprechendes Gen vorliegt und ob bakterielle oder virale Sequenzen in einem Gewebe oder einer Lösung vorhanden sind. Außerdem wird versucht, die Translation einer mRNA oder die Transkription und Replikation einer DNA zu inhibieren. Derzeit interessiert besonders die Hemmung der Protein-Biosynthese und der reversen Transkription von Retroviren.

    2. Die Berechnung von Molekülstrukturen durch eine Kombination von Dichtefunktional- und Moleküldynamikmethoden (pages 647–657)

      Dr. Robert O. Jones

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030605

      Die stabilsten Isomere atomarer Cluster haben häufig erstaunliche Strukturen - das jedenfalls ergaben Rechnungen mit der hier im Überblick vorgestellten neuen Methode. So resultiert als stabilstes Al8-Isomer keineswegs eine kompakte „kugelförmige” Struktur, sondern 1. Vorteile dieser Rechenmethode sind die Parameterfreiheit, daß sie auch auf Schweratome leicht angewendet werden kann und daß dank des Moleküldynamikansatzes nicht nur ein lokales, sondern das globale Minimum gefunden wird.

    3. Spektroskopie an fluiden Phasen - das Studium chemischer Reaktionen und Gleichgewichte bis zu hohem Druck (pages 658–670)

      Prof. Dr. Michael Buback

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030606

      Die Geschwindigkeit und Selektivität von Reaktionen durch Druckerhöhung zu verändern, ist heute ein vielgenutztes Prinzip. Den Reaktionsverlauf aber in situ UV- oder IR-spektroskopisch zu verfolgen - und damit die Reaktionsparameter nicht „blind” variieren zu müssen -, ist noch immer nicht trivial. Welche Möglichkeiten heute bestehen und welcher apparativ-meßtechnische Aufwand nötig ist, wird an Beispielen, unter anderem aus der anorganischen Komplexchemie und der organischen Synthese, geschildert.

    4. Chemie der Rosenfarbstoffe (pages 671–689)

      Prof. Dr. Conrad Hans Eugster and Dipl.-Chem. Edith Märki-Fischer

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030607

      Die Farbskala der Rosenblüten mit naturwissenschaftlichen Methoden zu ergründen, ohne der „Königin der Blumen” ihren ästhetischen, magischen Reiz zu rauben, gelang den Autoren dieser Übersicht. Die gelbe Rosenfarbe wird von den strukturell sehr vielfältigen Carotinoiden bestimmt, die rote von Anthocyaninen. Die Strukturformel des wichtigsten Farbstoffs der roten Rosen, Cyanin, ist rechts abgebildet.

  5. Highlights

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Metalla-ene und Metalla-ine - von kleinen Molekülen zu neuartigen Polymeren (pages 690–691)

      Prof. Malcolm H. Chisholm

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030608

      Anorganische Polymere mit konjugierten Mehrfachbindungen und Metallatomen in der Polymerhauptkette sind in jüngster Zeit das Thema einer Reihe von Publikationen gewesen. Diese Materialien interessieren unter anderem wegen zu erwartender nichtlinearer optischer Eigenschaften. Marder et al. und Lewis et al. synthetisierten polymere Alkinrhodiumkomplexe wie 1 und Hopkins et al. studierten die optischen Eigenschaften der polymeren Nitridokomplexe 2.

    2. Stabile Carbene - Illusion oder Realität? (pages 691–693)

      Prof. Dr. Manfred Regitz

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030609

      Noch vor zehn Jahren wäre ein Chemiker durch die Diplomprüfung gefallen, wenn er behauptet hätte, Carbene könne man in Flaschen füllen und bei Raumtemperatur lagern. Genau dies ist aber mit den Verbindungen 1 und 2 möglich, die in jüngster Zeit von Arduengo et al. bzw. von Bertrand et al. beschrieben wurden. 1 schmilzt erst bei 240°C, wofür elektronische und stereochemische Effekte die Ursache sind. Das Carben 2 zeigt neben der Carben- auch eine deutliche Phosphaalkin-Reaktivität. R = Adamantyl, R′ = iPr2N.

    3. Neue polymere Materialien aus monodispersen Copolypeptiden durch biotechnologische Methoden (pages 694–695)

      Prof. Dr. Helmut Ritter

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030610

      „Der Ochs kann's besser”, diese auf die Peptidsynthese bezogene saloppe Formulierung Emil Fischers hat lange Zeit ihre Gültigkeit bewahrt. In neuerer Zeit machen allerdings biotechnologische Methoden „dem Ochs” zunehmend Konkurrenz. Waren diese Methoden in den letzten Jahren vorwiegend auf die Synthese von Wirkstoffen im Pharma- und Agrarbereich beschränkt, so scheint jetzt einer Arbeitsgruppe um D. A. Tirrell auch ein Durchbruch zur Herstellung neuer Materialien gelungen zu sein. Im Gramm-Maßstab konnte ein Copolypeptid mit genau 14 Wiederholungseinheiten einer Undecapeptidsequenz hergestellt werden, das eine Glastemperatur von 182°C hat, sich erst oberhalb 250°C zersetzt und von dem homogene Filme gezogen werden können.

    4. C60: From Soot to Superconductors (pages 695–697)

      Prof. Dr. François Diederich and Prof. Robert L. Whetten

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030611

      Die Fulleren-Forschung wird die Chemie in kurzer Zeit revolutionieren, meint der Autor dieses Highlights. Bei den Frühjahrstagungen der American Chemical und Physical Societies gab es schon ganze Vortragsreihen zu dieser faszinierenden neuen Verbindungsklasse. C60 ist kommerziell verfügbar und wurde schon oxidiert, reduziert, hydriert, fluoriert und anderweitig derivatisiert. Wohl am spektakulärsten ist, daß RbxC60 ein Supraleiter mit Tc ≈ 30 K ist.

  6. Zuschriften

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Direkte Bestimmung der absoluten Konfiguration chiraler Alkylgluconamide durch Benetzbarkeitsmessungen (pages 698–699)

      Jinn-Lung Wang, Prof. Dr. Meir Lahav and Prof. Dr. Leslie Leiserowitz

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030612

      Der Benetzungswinkel einer Kristallfläche gibt Auskunft über die absolute Konfiguration der den Kristall aufbauenden Moleküle. Dies konnte an den in einer Schichtstruktur kristallisierenden Alkylgluconamiden 1 gezeigt werden. 75-87° betrug der Benetzungswinkel bei der aus den Alkylkettenenden bestehenden Fläche, 44-56° bei der aus den CH2OH-Gruppen bestehenden gegenüberliegenden Fläche.

    2. [14]Annulenchinone mit Anthrachinon-Peripherie: „Isopyrenchinon” (pages 699–702)

      Prof. Dr. Emanuel Vogel, Dr. Lutz Schmalstieg, Dr. Peter Henk, Dr. Oswald Wilmes, Dr. Johann Lex, Prof. Dr. Rolf Gleiter and Dr. Michael Langer

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030613

      Anthrachinon kann den Einbau einer C=C-Einheit ins Molekülinnere strukturell verkraften! Dies belegt die Synthese des kupferfarbenen Pigments „Isopyrenchinon” 1, das laut Spektren und Strukturdaten nicht als Heptafulvalen-Derivat vorliegt, sondern als Resonanzhybrid mit Tropylium-Grenzstrukturen aufzufassen ist. 1 läßt sich reversibel in das nicht planare überbrückte [14]Annulenchinon 2 umwandeln.

    3. σ-Homoacenaphthylen und π-Homoacenaphthen (pages 702–704)

      Dr. Roland Arnz, José Walkimar de M. Carneiro, Dr. Wolfgang Klug, Dr. Hans Schmickler, Prof. Dr. Emanuel Vogel, Rolf Breuckmann and Prof. Frank-Gerrit Klärner

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030614

      Das „Einfrieren” als Norcaradien-Valenztautomer gelingt bei 1,6-Methano[10]annulen nicht nur durch Acceptorsubstituenten am Methylen-Kohlenstoffatom, sondern auch durch geeignete peri-Brücken. Die auf Kraftfeldrechnungen begründete Prognose, daß 2,10-Etheno-1,6-methano[10]annulen als Valenztautomer 1 existiert, während 2,10-Ethano-1,6-methano[10]annulen 2 - das Produkt der Diimin-Reduktion von 1 - die Annulen-Struktur beibehält, findet durch das Experiment eine eindrucksvolle Bestätigung.

    4. Chemoenzymatische Synthesen von D-ω-Ureidoaminosäuren (pages 704–706)

      Dr. Karlheinz Drauz, Dr. Matthias Kottenhahn, Dr. Kyriakos Makryaleas, Dr. Herbert Klenk and Dr. Michael Bernd

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030615

      D-Aminosäuren können durch Spaltung der korrespondierenden Hydantoine mit Agrobacterium-radiobacter-Biomasse in sehr guten Ausbeuten bei hoher Enantioselektivität chemoenzymatisch hergestellt werden. Hierbei werden auch Hydantoine mit hochfunktionalisierten Seitenketten akzeptiert. Das Synthesekonzept wird am Beispiel von D-Citrullin 1 erläutert.

    5. 2,3,6,7-Tetramethoxythianthren-Dikation: Ein aromatisches π-System gibt seinen Geist auf (pages 706–708)

      Prof. Dr. Hans Bock, Dipl.-Chem. Andreas Rauschenbach, Dipl.-Chem. Klaus Ruppert and Dr. Zdenek Havlas

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030616

      Als zwei neungliedrige Cyanin-Einheiten, die durch C-C-Einfachbindungen verknüpft sind, läßt sich die Struktur des Dikations von Tetramethoxythianthren 1 beschreiben. Dies zeigt, daß die Tendenz zur cyaninartigen Strukturstörung sehr groß ist, denn 12⊕ enthält für echte Cyanin-Teilsysteme noch zwei Elektronen zu viel und hätte alternativ als Heteroanthracen aromatischen Charakter aufweisen können.

    6. Tetraethinylethen (pages 708–710)

      Yves Rubin, Carolyn B. Knobler and Prof. Dr. François Diederich

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030617

      Der erste C10H4-Kohlenwasserstoff, die Titelverbindung 1, sowie einige Derivate davon wurden durch einfache Reaktionen aus Bis-(trimethylsilyl)-1,4-pentadiin-3-on synthetisiert. 1 läßt sich in Form farbloser, äußerst polymerisationsempfindlicher Blättchen isolieren und ist wegen seines gekreuzt konjugierten π-Elektronensystems und als Monomer von Interesse. Das Tetrakis(trimethylsilyl)-Derivat konnte durch eine Röntgenstrukturanalyse charakterisiert werden.

    7. Einkernige Silylvinyliden-Rhodiumkomplexe aus Silylalkinen: SiMe3-Wanderung als Alternative zur [1,2]-H-Verschiebung (pages 710–712)

      Dipl.-Chem. Dirk Schneider and Prof. Dr. Helmut Werner

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030618

      In der Koordinationssphäre von Rhodium lassen sich mit Silylalkinen RC [TRIPLE BOND] CSiMe3 Vinylidenkomplexe herstellen, während derartige Komplexe bisher nur mit 1-Alkinen RC[TRIPLE BOND]CH zugänglich waren. Die Synthese verläuft über eine [1,2]-SiMe3-Wanderung entlang der Alkin-C-C-Bindung, die ähnlich problemlos wie [1,2]-H-Verschiebungen ist. Als Zwischenstufen lassen sich auch die entsprechenden Alkinkomplexe isolieren.

    8. β-Alkyl- und β-Alkyl-α-hydroxycarbonsäure-Derivate über radikalische oder ionische 1,4-Addition von Dialkylaluminiumchloriden an α,β-ungesättigte N-Acylurethane (pages 712–715)

      Dipl.-Chem. Karola Rück and Prof. Dr. Horst Kunz

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030619

      Mit chiralen, α,β-ungesättigten N-Acyloxazolidonen 1 reagiert Et2AlCl ausschließlich ionisch, Me2AlCl dagegen ausschließlich radikalisch unter 1,4-Addition des Alkylrests zu β-verzweigten Carbonsäure-Derivaten. Die nach Methylübertragung aus Me2AlCl intermediär gebildeten Aluminiumenolate lassen sich mit Triplettsauerstoff zu α-Hydroxy-β-methylcarbonsäure-Derivaten umsetzen.

    9. Oxidative Spaltung von Triethylentetramin (trien) unter Bildung von Diethylentriamin (dien) und Struktur des siebenkernigen MnII/MnIII-Komplexes [Mn7(trien)2(dien)2O4(OAc)8](PF6)4 · 2H2O (pages 715–716)

      Dr. Rajumati Bhula and Dr. David C. Weatherburn

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030620

      Zwei [Mn4(μ3-O)2]-Einheiten mit Schmetterlingsstruktur, die über ein gemeinsames Mn-Atom verknüpft sind, liegen im Kation der Titelverbindung vor (Strukturbild unten mit koordinierten N- (○) und O-Atomen (○)). Das Komplexkation, das sechs MnIII- und ein MnII-Zentrum enthält, entsteht bei der Umsetzung von Mangan(III)-acetat und Triethylentetramin in Methanol. Im Verlauf der Reaktion wird ein Teil des Tetraamin-Liganden oxidativ unter Bildung von Diethylentriamin gespalten.

    10. Die Auswirkungen von Symmetriestörungen: Niedrigschmelzende stabile Mesogene auf der Basis ortho-palladierter Azomethine (pages 716–718)

      María Jesús Baena, Prof. Dr. Pablo Espinet, Dr. María Blanca Ros and Prof. Dr. José Luis Serrano

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030621

      Schmelzpunkte und Klärtemperaturen metallhaltiger Flüssigkristalle lassen sich drastisch senken, wenn die Symmetrie der Ligandensphäre erniedrigt wird. Dies erreicht man im Falle des zweikernigen Metallomesogens 1, indem man PdCl2-Azomethin durch Acetylacetonat unter Bildung des Einkernkomplexes 2 ersetzt. Der Existenzbereich der Mesophasen wird dabei um rund 100 K auf 80-130°C erniedrigt - ein verarbeitungstechnisch außerordentlich wichtiger Aspekt.

    11. Furfural als Indikator einer DNA-Spaltung durch Hydroxylierung des C5′-Kohlenstoffatoms von Desoxyribose (pages 718–720)

      Dr. Geneviève Pratviel, Marguerite Pitié, Prof. Dr. Jean Bernadou and Dr. Bernard Meunier

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030622

      Je nach Art des DNA-Substrats greift ein Manganoporphyrin/KHSO5-System als synthetische Nuclease bevorzugt am C1′- oder C5′-Atom der Desoxyribose-Einheit an, wobei durch anschließendes Erhitzen der Reaktionsmischungen 5-Methylen-2-furanon (5-MF) und Furfural (FUR) freigesetzt werden. Das Verhältnis 5-MF/FUR spiegelt dabei direkt die relativen Reaktivitäten des Spaltungsreagens bezüglich C1′ und C5′ wider. Ein möglicher Reaktionsweg für die Bildung von FUR ist unten skizziert.

      = terminaler Phosphatrest, B = Nucleobase.

    12. Einstufige Synthese von Organolanthanoid(II)-Komplexen aus dem Metall (pages 720–721)

      Dipl.-Chem. Anja Recknagel and Dr. Frank T. Edelmann

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030623

      Durch reduktive Kupplung von 6,6-Dimethylfulven in Gegenwart von Samarium oder Ytterbiumpulver lassen sich die ansa-Metallocene 1 bzw. 2 im Eintopfverfahren erhalten. Ihre leichte Zugänglichkeit und hohe Reaktivität machen diese Lanthanoid(II)-Komplexe zu attraktiven Ausgangsmaterialien für die metallorganische Synthese.

    13. Methylenphosphonium-Ionen (pages 721–723)

      Dr. Hansjörg Grützmacher and Dr. Hans Pritzkow

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030624

      Trotz sterischer Abschirmung der P[DOUBLE BOND]C-Bindung reagieren die Methylenphosphonium-Ionen 1 und 2 mit 2,3-Dimethylbutadien in einer En-Reaktion bzw. [2 + 4]-Cycloaddition glatt zu 3 bzw. 4 (Gegenion in allen Fällen AlClmath image). Dieses Reaktionsverhalten wird aus dem ausgeprägten Elektronenmangelcharakter des alkylsubstituierten P-Atoms verständlich. 1 und 2 entstehen in hohen Ausbeuten durch Chlorid-Abstraktion mit Aluminiumtrichlorid aus den entsprechenden P-Chlor-substituierten Phosphor-Yliden.

    14. Die Struktur von „Organischem Permanganat” (pages 723–724)

      Maree L. Burgess, Donald C. Craig and Prof. Michael J. Gallagher

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030625

      Kein Diphenylketen-Dimer, wie lange vermutet, sondern das p-Chinodimethan-Derivat 1 entsteht (unter anderem) bei der Pyrolyse von Benzilsäure. 1 ist im Gegensatz zum verwandten orangegelben 2, „Thieles Kohlenwasserstoff”, tief schwarzrot, was auf die Erweiterung des konjugierten Systems durch den ankondensierten Furanonring zurückzuführen ist.

    15. Leichte Spaltung der N[BOND]H-Bindung von Ammoniak (pages 724–726)

      Dr. Robert Koelliker and Prof. Dr. David Milstein

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030626

      Bereits bei −50°C reagiert der zweikernige Ir-Komplex 1 mit NH3 im Überschuß zu mono- und dikationischen Amminkomplexen sowie zu 2, dem ersten Amido-Olefin-Komplex. Eine „N-H-Aktivierung” unter solch außerordentlich milden Bedingungen ist für die katalytische Funktionalisierung von Olefinen mit NH3 von Interesse.

    16. Synthese und Struktur des Ga3P3-Ringsystems [2,4,6-Ph3C6H2)GaP(cyclo-C6H11)]3 (pages 726–727)

      Prof. Håkon Hope, Doris C. Pestana and Prof. Philip P. Power

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030627

      Ausschließlich aus dreifach koordinierten schwereren Hauptgruppenelementen ist das zentrale Ringsystem in 1 aufgebaut. Im Gegensatz zu seinem B-P-Analogon ist der Ga3P3-Ring aber nicht planar, d. h. eine π-π-Überlappung unter Bildung eines cyclisch delokalisierten Elektronensystems nicht favorisiert. Mit durchschnittlich 2.3 Å liegt dennoch die bisher kürzeste Ga-P-Bindung vor.

    17. Synthese von Heterocyclen durch Tandem-reaktionen: Beckmann-Umlagerungen/Allylsilan-Cyclisierungen (pages 727–728)

      Prof. Dieter Schinzer and Yunxin Bo

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030628

      Das Reaktionsverhalten funktionalisierter Oxime wie 1 wird entscheidend von der Stellung der N-Hydroxygruppe geprägt. So reagiert das (Z)-Isomer in Gegenwart von Diisobutylaluminiumhydrid zum Azepan 2 und das (E)-Isomer zum Perhydrochinolin 3. Offensichtlich findet bei der Entstehung von 2 unter Ringerweiterung zunächst eine Beckmann-Umlagerung statt, während im Falle von 3 das Oxim-N-Atom direkt in den sich bildenden Ring eingelagert wird.

    18. Synthese und Charakterisierung P-haltiger ZSM-5-Zeolithe (pages 728–729)

      Doz. Dr. Wladimir Reschetilowski, Dipl.-Chem. Brit Meier, Dr. Michael Hunger, Dr. Baldur Unger and Doz. Dr. Klaus-Peter Wendlandt

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030629

      Die hydrothermale Kristallisation einer Reaktionsmischung aus Wasserglas und Aluminiumsulfat unter Zusatz von Phosphorsäure und n-Propylamin ermöglicht die Herstellung von ZSM-5-Zeolithen mit variablem P-Gehalt. Wird dieser erhöht, so verschiebt sich die Säurestärkeverteilung der aciden OH-Gruppen zugunsten der schwach aciden Brønsted-Säurezentren. Dies ist für die Herstellung maßgeschneiderter Katalysatoren für protonenkatalysierte Reaktionen von grundlegender Bedeutung.

    19. Synthese von β,γ-ungesättigten D-α-Aminosäuren aus L-Cystein (pages 729–731)

      Dr. Rudolf O. Duthaler

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030630

      Durch saure Hydrolyse der 5-Thiazolidinone 1 sind D-α-Aminosäuren 2 in hoher optischer Reinheit zugänglich. Verbindungen des Typs 1 können in wenigen Reaktionsschritten aus L-Cystein hergestellt werden; bei der Umwandlung von 1 in 2 bleiben ungesättigte Reste R intakt. Boc = tert-Butoxycarbonyl.

    20. Dichloro(pentamethylcyclopentadienyl)ruthenium - neuartige Dichotomie einer Molekülstruktur (pages 732–733)

      Prof. Dr. Ulrich Kölle, Dr. Janusz Kossakowski, Dr. Norbert Klaff, Dr. Lars Wesemann, Dr. Ulli Englert and Prof. Dr. Gerhard E. Herberich

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030631

      Dimere mit stark unterschiedlichen Ru-Ru-Abständen und Ru-Cl-Bindungswinkeln – „Deformationsisomere” – liegen zu gleichen Teilen in Kristallen der Titelverbindung vor. Festkörper-NMR-Untersuchungen zeigen, daß das Isomer 1 a mit dem kürzeren Ru-Ru-Abstand (2.93 Å) diamagnetisch, das mit dem längeren Abstand (3.75 Å, 1 b) dagegen paramagnetisch ist. Die Temperaturabhängigkeit des 1H-NMR-Signals in Lösung läßt sich verstehen, wenn man annimmt, daß sich die beiden Isomere rasch ineinander umwandeln.

    21. Die Nickel-katalysierte Cyclotrimerisierung von Malonitril und der Dicyanmethanid-überbrückte anionische NiII-Komplex [{Ni(C6F5)2(μ-NCCHCN)}2]2⊖ (pages 733–735)

      Prof. Gregorio López, Dr. Gregorio Sánchez, Gabriel García, Dr. José Ruiz, Dr. Joaquín García, Prof. M. Martínez-Ripoll, Dr. A. Vegas and Juan A. Hermoso

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19911030632

      Ein erstaunlicher zwölfgliedriger Heterocyclus liegt im Titel-Komplexanion 1 vor. Es entsteht bei der Reaktion des NBu4-Salzes des entsprechenden Hydroxo-verbrückten Anions mit CH2(CN)2 im Molverhältnis 1:2. Katalytische Mengen der Ni-Verbindung bewirken dagegen eine Cyclotrimerisierung des Malonitrils zu einem hochfunktionalisierten Pyridinderivat.

  7. Buchbesprechungen

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen

SEARCH

SEARCH BY CITATION